Nach dem Mauerbau
Willy Brandt, Regierender Bürgermeister von Berlin, am 18. August 1961während seiner Rede in einer Sondersitzung zum Mauerbau im Deutschen
Bundestag. Er fordert eine Initiative der Westmächte, um die Verletzung der Menschenrechte in Berlin vor die Vereinten Nationen zu bringen.
SED-Kampfgruppen sperren am 14. August das Brandenburger Tor ab. Das Foto der vier Kampfgruppenmitglieder wird immer wieder von den DDR-Medien
verwendet. Zum historischen Festumzug anläßlich der 750-Jahrfeier Berlins 1987, wird die 26 Jahre zurückliegende Szene nachgestellt.
Am 15. August 1961, zwei Tage nach dem Mauerbau, überwindet der junge Volkspolizist Conrad Schumann die, zu diesem Zeitpunkt nur aus einem
Stacheldraht bestehende, Grenzbefestigung an der Bernauer Straße in Berlin und springt vom Ost- in den Westteil der Stadt.
Westberliner winken in Berlin-Wedding (Bernauer Straße) ihren Familienangehörigen hinter der Mauer in Berlin-Ost zu. Das Foto entstand am 17.
September 1961.
Zeit des Abschieds in Berlin: Die Mauer teilt nicht nur die Stadt, sondern auch Familien. Am 20. Oktober winken Westberliner (Bernauer Straße) ihren
Angehörigen im Osten zu.
Plakat des Kuratoriums Unteilbares Deutschland, das gegen den Mauerbau protestiert. Das Kuratorium konstituiert sich in Bonn am 17. Juni 1954, dem
ersten Jahrestag des DDR-Volksaufstands. Es bemüht sich, an die Aufgabe der Wiedervereinigung in Freiheit zu erinnern und löst sich erst 1992, nach dem Fall der Mauer, auf.
Hungerstreik für die "Mauer der Schande": Am 8. August 1963 beginnt der Inder Zutshi an der Westberliner Prinzenstraße – nahe der Mauer – eine
einwöchige Fastenaktion. Damit will er die Menschen hinter der Mauer moralisch unterstützen.