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Leih- und Wanderausstellungen

Hier präsentieren wir eine Auswahl an Leih- und Wanderausstellungen, die in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen aufgebaut werden können. Mit ihrem Inhalt und ihrer Form der Aufbereitung sind sie geeignet für die Vermittlung von DDR-Geschichte bzw. deutscher Teilungsgeschichte an Jugendliche.
übergreifende Ausstellungen 
Freie Wahlen! 
Die Mauer muss weg! 
Hände weg von Prag! 
Holt Biermann zurück! 
Schwerter zu Pflugscharen! 
Menschenrechte 
Revolution 

übergreifende Ausstellungen



Interner LinkPlakatausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft und der Stiftung Aufarbeitung -Jugendopposition in der DDR-
Der Widerstand gegen das SED-Regime blieb während 40 Jahren DDR ungebrochen. Immer wieder haben vor allem junge Menschen viel riskiert, indem sie die politischen Verhältnisse kritisierten - Schulverweise, Berufsverbote, Exmatrikulationen, Überwachungen, Ausweisungen bis hin zu Haftstrafen und Todesurteilen. Für Einzelne war die Sehnsucht nach Freiheit und Demokratie stärker als die dauerhaften Einschüchterungen und Repressionen durch den Staat.
Interner LinkHaus der Geschichte: Damals in der DDR. 20 Geschichten aus 40 Jahren
Thematisch-chronologischer Gang durch die DDR-Geschichte zwischen 1949 und 1989. Im Mittelpunkt steht der Alltag der Menschen. Vor dem jeweiligen historischen Hintergrund werden zwanzig Zeitzeugen und ihre Geschichte(n) präsentiert. Ihre Erlebnisse stehen exemplarisch für das Leben in der DDR. Die Wanderausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig ist Teil des gleichnamigen Multimedia-Projekts mit Begleitbuch, Hörbuch und DVD-Edition. Für die Hängung der Rahmen werden ca. 75 Meter laufende Wand benötigt. Mehr Informationen auf der Website des Projektes.
Interner LinkArchiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.: All you need is beat - Jugend, Musik und Politik in der DDR 1955-1975
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Leipziger Beatdemonstration vom 31. Oktober 1965. „All you need is beat“ thematisiert das wechselvolle Verhältnis von Jugend, Musik und Politik in der DDR. Auf 20 Plakaten wird gezeigt, wie sich bestimmte Jugendkulturen um Musikstile wie Rock`n`Roll und Beat unter den Bedingungen des real existierenden Sozialismus der Ulbricht-Ära entwickeln. Den roten Faden der Ausstellung bildet das künstlerische Wirken der Leipziger Musikerlegende Klaus Renft: Am Beispiel seiner Beatband „The Butlers“ werden die frühen 1960er Jahre zwischen Mauerbau, kulturpolitischem Aufbruch, neuer Jugendpolitik und wieder einsetzendem „Kahlschlag“ nach dem XI. Plenum des Zentralkomitees der SED dargestellt. Für Schulen und kleinere Räume hat das Archiv Bürgerbewegung eine spezielle Version der Wanderausstellung angefertigt. Die Begleitpublikation von Yvonne Liebig „All you need ist beat“ ist im Forum Verlag Leipzig erschienen.
Interner LinkArchiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.: Die gelenkte Frei-Zeit - DDR-Lebenswelten in der Ära Honecker
Die Ausstellung geht der These nach, inwieweit der „sozialistische Arbeiter- und Bauernstaat“ in der zweiten Hälfte seines Bestehens eine „Nischengesellschaft“ gewesen ist. Der Begriff ist vom damaligen ständigen Vertreter der Bundesrepublik, Günter Gaus, geprägt worden und bezeichnet jenen Rückzug ins Private, den auch heute noch viele Ostdeutsche als prägend für die Lebensverhältnisse in der DDR ansehen. Der Rückzug stellt eine Flucht aus dem staatlich bestimmten Alltag dar. Wie viel Freiheit ist in der Diktatur des Proletariats tatsächlich erlaubt? Dieser umstrittenen Frage geht das Archiv Bürgerbewegung Leipzig anhand ausgewählter Freizeitbereiche nach. Die Ausstellung stellt dar, inwieweit so populäre Bereiche wie der Fußballplatz, der geliebte Kleingarten, die Brieftaubenzucht, der Indianistikclub, der Campingplatz oder der FKK-Strand tatsächlich Oasen der Freiheit im Schatten der Mauer sind. Aktuelle Termine sowie eine virtuelle Präsentation der Ausstellung sind auf der Webseite des Archivs Bürgerbewegung zu finden.
Interner LinkArchiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.: Graben für den Frieden? - Die Bausoldaten in der DDR
Die Bausoldaten haben Entscheidendes zur Entwicklung der Opposition in der DDR, zur Friedlichen Revolution sowie schließlich zur Wiedervereinigung Deutschlands beigetragen. Die Ausstellung arbeitet die Geschichte der von Staat und Gesellschaft marginalisierten Gruppe unter Verwendung bisher nicht veröffentlichter Fotos und Dokumente auf. Der mit Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates am 7. September 1964 eingeführte Dienst in sogenannten Baueinheiten ist im gesamten Ostblock die einzige Möglichkeit eines waffenlosen Wehrdienstes. In der militärisch geprägten Zivilgesellschaft der DDR müssen die Waffendienstverweigerer jedoch mit Diskriminierung und Stigmatisierung rechnen. Flyer und Ausstellungsplakate werden vom Archiv Bürgerbewegung zur Verfügung gestellt. Die Begleitpublikation von Andreas Pausch trägt den Titel „Waffendienstverweigerung in der DDR“.
Interner LinkBundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR: Zwischen Aufbegehren und Anpassen - Jugend in der DDR
Mit Fotos und Dokumenten aus den Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes verdeutlicht die Ausstellung das besondere Interesse des SED-Staats an der Jugend. Der Anspruch des Staates ist dabei unmissverständlich: Die Jugendlichen sollen angepasst, von den sozialistischen Idealen überzeugt und nicht zuletzt vom Hass auf den „Klassenfeind“ erfüllt sein.. Grundsätzlich sind alle Formen von unangepasstem Verhalten verdächtig. Trotz des Versuchs einer totalen Überwachung gelingt es der SED in den 1980er Jahren nicht mehr, das Entstehen oppositioneller Gruppen zu verhindern. Vor allem im Umfeld der Kirchen werden kritische Stimmen immer lauter. Die Ausstellung umfasst zwölf Schaubilder. Die Ausleihe ist kostenlos.
Interner LinkBundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR: MfS und Schule - Jugendliche im Fokus der Stasi
Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht das Schul- und Erziehungssystem der DDR, insbesondere die Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu „sozialistischen Persönlichkeiten“. Anhand von authentischen Schriftstücken und Überwachungsfotos von Jugendveranstaltungen wird verdeutlicht, wie die Stasi daran mitwirkte, die von der SED verordnete Jugendpolitik durchzusetzen. Mit verschiedenen Beispielen wird die Strategie des MfS illustriert, Lehrer und Schüler als Zuträger zu benutzen. Darüber hinaus wird dokumentiert, was mit Menschen geschieht, die damals die Zusammenarbeit mit der Stasi verweigern. Die Ausstellung umfasst zwölf Bilderrahmen. Die Ausleihe ist kostenlos.
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Freie Wahlen!



Interner LinkBerliner Landesbeauftragter für Stasi-Unterlagen: Selbstbehauptung, Widerstand und Verfolgung. Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken in Berlin 1945 bis 1961.
Die Ausstellung ist jenen Jugendlichen gewidmet, die vor dem Mauerbau Mitglieder in der SPD-nahen Jugendorganisation „Die FALKEN“ gewesen sind und bereits durch ihre Mitgliedschaft Opposition und Widerspruch gegen die Politik der SED ausgedrückt haben. 1947 von der Alliierten Kommandantur für Gesamt-Berlin zugelassen, beharren „Die FALKEN“ wie ihre Mutterpartei bis zum Mauerbau auf dem Recht, auch in Ost-Berlin aktiv zu sein. Über das 1951 gegründete Referat Mitteldeutschland mit Sitz in Berlin stellt die Organisation feste Kontakte zu Jugendlichen in der DDR her und pflegt in so genannten Ost-West-Begegnungen regelmäßig Kontakt.

Die Mauer muss weg!



Interner LinkGedenkstätte Berliner Mauer: GRENZEN VERSTEHEN. DIE BERLINER MAUER 1961–1989
Die Plakatausstellung "Grenzen verstehen. Die Berliner Mauer 1961-1989" präsentiert mit Infografiken eine Vielzahl von Informationen zur Berliner Mauer. Sie zeigt u.a. Detail- und Innenansichten von den Grenzanlagen und Grenzübergangsstellen, aber auch den Verlauf der Grenze um West-Berlin, die Stationierung der Grenztruppen oder die Todesorte der Menschen, die an der Berliner Mauer ihr Leben verloren haben. Flankiert werden die Infografiken von kurzen erläuternden Texten, biografischen Geschichten, historischem Bildmaterial und Zitaten aus Zeitzeugen-Interviews. Die Ausstellung verdeutlicht die Besonderheit der Berliner Mauer und wirft die Frage nach Grenzen und ihren Funktionen auf. Schulen, Bildungseinrichtungen und andere Institutionen im In- und Ausland können die Ausstellung "Grenzen verstehen. Die Berliner Mauer 1961–1989" als Poster-Set mit 12 Plakaten (Format: DIN A1) bestellen. Erhältlich in Deutsch und Englisch.
Interner LinkStiftung Ettersberg: Geschichte im Untergrund - Tunnel 57
Die Comic-Autoren Susanne Buddenberg und Thomas Henseler zeigen mit eindringlichen Bildern die Ereignisse um den legendären Fluchttunnel unter der Bernauer Straße in Berlin im Jahr 1964. Anhand von Zeitzeugeninterviews, Originalfotos und Dokumenten setzen sie den Ort detailgetreu ins Bild und schaffen dabei eine Atmosphäre die die Betrachter in den Bann zieht. In der spannenden Geschichte illustrieren die beiden Comic-Künstler welcher Aufwand für den Bau des Tunnels nötig war, von der Planung bis zur Grabung. Die Planungen und die eigentliche Flucht erscheint dabei wie den Gedanken eines Krimiautors entsprungen und doch war sie Realität. Indem die beiden Autoren stets dicht an den Erinnerungen der Zeitzeugen bleiben, wird das Geschehen greifbar und emotional. Bei der Entdeckung des »Tunnel 57« durch die Sicherheitsorgane der DDR, wird der Grenzsoldaten Egon Schultz erschossen. Angeblich durch einen Fluchthelfer. Erst nach dem Mauerfall tauchten Akten auf, die bewiesen, dass ein weiterer Grenzsoldat für den Tod seines Kameraden verantwortlich ist. Diese Wahrheit verheimlichte das MfS, vielmehr wird Egon Schultz bis 1989 zum Märtyrer stilisiert.

Hände weg von Prag!



Interner LinkArchiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.: GRABEN FÜR DEN FRIEDEN ? - Die Bausoldaten in der DDR
In der DDR gab es kein verfassungsmäßiges Recht auf Kriegsdienstverweigerung für die Wehrpflichtigen, die aus Glaubens- und Gewissensbedenken das Tragen von Waffen bzw. den Wehrdienst ablehnten. Die SED-Führung ließ für diese die »Anordnung des Nationalen Verteidigungsrates der Deutschen Demokratischen Republik über die Aufstellung von Baueinheiten im Bereich des Ministeriums für Nationale Verteidigung « im September 1964 in Kraft treten. Diejenigen, die in den Baueinheiten Dienst verrichteten, wurden als »Bausoldat« bezeichnet. Ihr Einsatz erfolgte gänzlich militärisch. Nur ein Bruchteil der Wehrpflichtigen wählte diesen Weg. Schließlich gehörte ein ganz besonderer Mut dazu, sich in der DDR als Jugendlicher dem regulären Wehrdienst zu entziehen und die damit verbundenen Repressionen auf sich zu nehmen. Bausoldaten trugen Entscheidendes zur Entwicklung der Opposition in der DDR, zur friedlichen und weitgehend gewaltlosen Revolution bei. Die Wanderausstellung »Graben für den Frieden? – Die Bausoldaten in der DDR« arbeitet die Geschichte einer vom Staat marginalisierten und von der Gesellschaft kaum wahrgenommenen »Gruppierung« historisch auf.
Die Ausstellungstafeln können als pdf auf der Interner LinkInternetseite des Archivs Bürgerbewegung Leipzig heruntergeladen werden.

Holt Biermann zurück!



Interner LinkRobert Havemann-Gesellschaft e.V., Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Der Mut der Wenigen
Die Ausstellung erinnert an das Handeln junger Menschen, die nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 in Schule und Universität, im Betrieb, in der Kirche und beim Militär mutig gegen das SED-Regime protestieren. Ihre couragierte Haltung ist auch heute noch beispielgebend und von bleibender Aktualität. Die Ausstellung umfasst zehn freistehende, variabel einsetzbare Tafelelemente und zwei Stofftransparente. Sie ist freistehend, variabel einsetzbar und kann je nach örtlichen Möglichkeiten erweitert werden.
Interner LinkRobert Havemann-Gesellschaft e.V.: Robert Havemann 1910-1982
Die Ausstellung „Robert Havemann - Ein Bürger und Wissenschaftler in Deutschland" zeichnet mit Hilfe zahlreicher Schautafeln und Vitrinen das Leben des bekanntesten Dissidenten der DDR nach. Als Professor an der Berliner Humboldt-Universität und Mitglied der SED zieht Havemann 1963/64 Hunderte kritische Studenten in seinen Bann. Er spricht offen aus, was viele nur heimlich zu denken wagen. Die Ausstellung stellt in fünf Kapiteln die entscheidenden Phasen der Biographie Robert Havemanns vor: seinen Weg zum Wissenschaftler und politischen Menschen; seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, die Hilfe für verfolgte Juden und Zwangsarbeiter; Havemanns Rolle als Repräsentant der DDR; seinen Weg vom begeisterten SED-Genossen zum Kritiker in der SED; den Dissidenten Havemann als Leitfigur der DDR-Opposition und Impulsgeber für die Friedensbewegung. Die Ausstellung umfasst sechs Tafelelemente. Sie ist freistehend und variabel einsetzbar.

Schwerter zu Pflugscharen!


Interner LinkRobert Havemann-Gesellschaft e.V.: Friedenswerkstatt 1982-1988
Die Wanderausstellung erinnert an die DDR-Friedenswerkstätten, die bis 1988 jährlich auf dem Gelände der evangelischen Erlöserkirche in Berlin-Rummelsburg stattfinden haben. Sie bietet eine chronologische Darstellung der Konflikte im Spannungsfeld zwischen Staat, Opposition und Evangelischer Kirche in der DDR. Sie umfasst acht freistehende, variabel einsetzbare Tafelelemente.
Interner LinkMartin-Luther-King-Zentrum: „Der gefährliche Schmied“ - die Auseinandersetzung zwischen DDR-Staat und unabhängiger Friedensbewegung mit ihren Symbolen
Die Ausstellung des Werdauer Martin-Luther-King-Zentrums für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V. setzt sich mit der Symbolik der unabhängigen Friedensbewegung in der DDR auseinander. Dabei geht es z.B. um die Entstehung und Entwicklung der Aktion „Schwerter zu Pflugscharen“ - bis hin zu dessen Eskalation im Jahr 1982 - sowie um den Einfluss anderer pazifistischer Symbole – etwa dem „Schwarzen Mann“, der vor grüner Weltkugel sein Gewehr zerbricht. Unter anderem wird gezeigt, mit welchen Mitteln offizielle Friedenssymbole von DDR-Bürgern umgedeutet werden und wie diese Bürger sich so der ideologischen Reglementierung und Kontrolle entziehen.

Revolution



Interner LinkBundesstiftung Aufarbeitung: Plakatausstellung 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit
Die Ausstellung anlässlich des 20. Jahrestages der Friedlichen Revolution wirft Schlaglichter auf die damaligen Ereignisse. Sie erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, die Fluchtbewegung im Sommer und die Massenproteste im Herbst. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der Deutschen Einheit. Die 20 Plakate umfassende Ausstellung ist vielfältig einsetzbar.
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