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Bitterfeld

Am Vormittag des 17. Juni 1953 versammeln sich immer mehr Menschen auf dem zentralen Platz der Jugend und den nahe gelegenen Binnengartenwiesen. Zwischen 30.000 und 50.000 Menschen strömen aus Bitterfeld und den umliegenden Ortschaften zusammen. Bitterfeld...
Am Vormittag des 17. Juni 1953 versammeln sich immer mehr Menschen auf dem zentralen Platz der Jugend und den nahe gelegenen Binnengartenwiesen. Zwischen 30.000 und 50.000 Menschen strömen aus Bitterfeld und den umliegenden Ortschaften zusammen. Bitterfeld selbst zählt nur 32.000 Einwohner. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Nach dem Ende der Kundgebung entwickelt der Aufstand eine Eigendynamik. Die Arbeiter kehren nicht in ihre Betriebe zurück, sondern fordern die Besetzung der Gebäude der Stadtverwaltung und der Volkspolizei sowie die Freilassung aller Häftlinge. Im...
Nach dem Ende der Kundgebung entwickelt der Aufstand eine Eigendynamik. Die Arbeiter kehren nicht in ihre Betriebe zurück, sondern fordern die Besetzung der Gebäude der Stadtverwaltung und der Volkspolizei sowie die Freilassung aller Häftlinge. Im Bild: die Demonstration auf dem zentralen Platz der Jugend und den nahe gelegenen Binnengartenwiesen. Quelle: BStU, MfS, Ast. Halle AU 13/54, GA Bd. 2a
Das Streikkomitee setzt den Bürgermeister ab und wählt einen neuen. In der Zwischenzeit besetzen Arbeiter das MfS-Gebäude und verlesen die Namen der Spitzel. Das Streikkomitee kann verhindern, dass die Waffenkammer geplündert wird. In den Nachmittagsstunden...
Das Streikkomitee setzt den Bürgermeister ab und wählt einen neuen. In der Zwischenzeit besetzen Arbeiter das MfS-Gebäude und verlesen die Namen der Spitzel. Das Streikkomitee kann verhindern, dass die Waffenkammer geplündert wird. In den Nachmittagsstunden erlässt der Bezirkschef der Volkspolizei den Schießbefehl für den Bezirk Halle. Am Abend rollen sowjetische Panzer durch Bitterfeld. Der Aufstand bricht zusammen. Im Bild: die Demonstration auf dem zentralen Platz der Jugend und den nahe gelegenen Binnengartenwiesen. Quelle: BStU, MfS, Ast. Halle AU 13/54, GA Bd. 2a
Der Elektriker Paul Othma ist eine der markantesten Persönlichkeiten des 17. Juni 1953 in Bitterfeld. Auf der Massenkundgebung im Zentrum der Stadt ist er einer der Redner und wird in das Streikkomitee gewählt. Er ist bemüht, die sich spontan entladende...
Der Elektriker Paul Othma ist eine der markantesten Persönlichkeiten des 17. Juni 1953 in Bitterfeld. Auf der Massenkundgebung im Zentrum der Stadt ist er einer der Redner und wird in das Streikkomitee gewählt. Er ist bemüht, die sich spontan entladende Gewalt einzudämmen, und versucht, das Streikkomitee als neue Machtzentrale durchzusetzen. Am 20. Juni wird er verhaftet und als Rädelsführer zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Als kranker Mann wird er 1964 aus der Haft entlassen. Das Bild zeigt Paul Othma zu Beginn der 1950er Jahre. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Privat
Telegramm an die Regierung der DDR: Der Lehrer Wilhelm Fiebelkorn verliest auf der zentralen Kundgebung in Bitterfeld die Forderungen des Streikkomitees. Die Menge stimmt begeistert zu und singt die dritte Strophe des Deutschlandlieds. Wilhelm Fiebelkorn...
Telegramm an die Regierung der DDR: Der Lehrer Wilhelm Fiebelkorn verliest auf der zentralen Kundgebung in Bitterfeld die Forderungen des Streikkomitees. Die Menge stimmt begeistert zu und singt die dritte Strophe des Deutschlandlieds. Wilhelm Fiebelkorn flüchtet nach der Niederschlagung des Aufstandes nach West-Berlin. Quelle: BStU, MfS, Ast. Halle, AU 13/54, GA Bd. 2a
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