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Arbeitskreis Solidarische Kirche (AKSK)

Dieser Arbeitskreis wird 1986 gegründet und agiert landesweit mit Basisgruppen in verschiedenen Städten. Die etwa 300 Mitglieder sind Mitarbeiter der Kirche.

Der AKSK bemüht sich um mehr Transparenz und Demokratie in der Kirche, aber auch um die „Durchsetzung der Menschenrechte nah und fern“, wie es in seiner Basiserklärung heißt. So bewegt er sich immer mehr in Richtung politische Opposition. Die Mitglieder solidarisieren sich mit den auf und nach der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration 1988 in Ost-Berlin Verhafteten. Sie führen eine intensive Auseinandersetzung mit der Ausreiseproblematik und wenden sich gegen die Kriminalisierung und Ausgrenzung der Antragsteller.

Der Kreis beteiligt sich ebenfalls an den Aktivitäten zur Aufdeckung der gefälschten Ergebnisse der Kommunalwahl 1989.

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder auf Vollversammlungen, dazwischen hält ein zehnköpfiges Sprechergremium die Verbindung aufrecht. Viele Mitglieder engagieren sich ab 1989 in den neuen Bürgerbewegungen und Parteien; der AKSK hört auf zu bestehen.

Quelle: Hans-Joachim Veen (Hg.), Lexikon. Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin, München 2000.


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