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Dorothea Fischer

Dorothea Fischer (vorne links) mit ihren Eltern und Geschwistern 1972. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer (vorne links) mit ihren Eltern und Geschwistern 1972. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer am Tag ihrer Konfirmation (1975). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer am Tag ihrer Konfirmation (1975). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer vor Beginn ihrer Ausbildung in Jena (1976). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer vor Beginn ihrer Ausbildung in Jena (1976). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer während eines Ausflugs auf die Wartburg (1977). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer während eines Ausflugs auf die Wartburg (1977). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer im Sommerurlaub in Polen (1980). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer im Sommerurlaub in Polen (1980). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dieses Foto von Dorothea Fischer wird für die Pressearbeit im Westen gemacht und soll im Falle einer Verhaftung publiziert werden (1983). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dieses Foto von Dorothea Fischer wird für die Pressearbeit im Westen gemacht und soll im Falle einer Verhaftung publiziert werden (1983). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer mit ihrer Tochter Ostern 1983. Während dieser Wanderung zum Landgrafen bringt die Gruppe Aufkleber mit Symbolen der Unabhängigen Friedensbewegung an Bänken an. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Albrecht
Dorothea Fischer mit ihrer Tochter Ostern 1983. Während dieser Wanderung zum Landgrafen bringt die Gruppe Aufkleber mit Symbolen der Unabhängigen Friedensbewegung an Bänken an. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Albrecht
Dorothea Fischer und Michael Rost mit ihrer gemeinsamen Tochter Ostern 1983. Foto:; Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Albrecht
Dorothea Fischer und Michael Rost mit ihrer gemeinsamen Tochter Ostern 1983. Foto:; Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Bernd Albrecht
Thomas Ködel, Dorothea Fischer und Ute Hinkeldey (v.l.n.r.) bei einem Ost-West-Treffen in Karlsbad (August 1984). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Thomas Ködel, Dorothea Fischer und Ute Hinkeldey (v.l.n.r.) bei einem Ost-West-Treffen in Karlsbad (August 1984). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Dorothea Fischer auf der Tagung zur Geschichte der FG Jena (31.Oktober 1997). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Dorothea Fischer auf der Tagung zur Geschichte der FG Jena (31.Oktober 1997). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert
Dorothea Fischer, 4. November 2004. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gunnar Uhlenhut
Dorothea Fischer, 4. November 2004. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gunnar Uhlenhut

Jena, Frühling 1981. Am 12. April 1981 stirbt Matthias Domaschk während eines zweitägigen Stasi-Verhörs in Gera. Der Tod ihres Freundes schockiert und radikalisiert die Jugendlichen. Dorothea Fischer, 20 Jahre alt, denkt: „Wenn das die Realität ist, dann muss ich auch krasser werden.“

Dorothea Fischer gehört zu den Begründern der Friedensgemeinschaft (FG) Jena. Sie ist es, die das Konzeptpapier der FG entwirft. Der Initiative ist es wichtig, mit ihren Ideen an die Öffentlichkeit zu treten und zu zeigen, dass eine Friedensbewegung in der DDR existiert. Damit wollen die Mitglieder auch anderen Menschen Mut machen, für ihre Ideen einzustehen.

Im Frühling 1983 ist Dorothea Fischer an einer spektakulären Aktion der FG Jena beteiligt. Zusammen mit Andreas Friedrich, Roland Jahn und anderen Jenensern nimmt sie an einer offiziellen Demonstration zum Gedenken an die Bombardierung Jenas teil. Nur, dass die Gruppe ihre eigenen Transparente dabei hat. Mit Losungen wie „Militarisierung raus aus unserem Leben“ macht sie ihrem Ärger Luft. Dem Staat sind derartige Aktionen ein Dorn im Auge, und er beginnt die Aktion "Gegenschlag“: Durch Observierungen und Verhaftungen will er die jungen Oppositionellen einschüchtern und dazu bringen, Ausreiseanträge zu stellen.

Dorothea Fischer hat mit ihrer Familie bereits vor der Gründung der FG Jena einen Ausreiseantrag gestellt, da ihrem Mann wegen Wehrdienstverweigerung eine lange Haftstrafe droht. Als ihr die Friedensaktionen und die erfahrene Solidarität jedoch Hoffnung auf Veränderungen in der DDR machen, zieht sie den Antrag zurück. Doch der Staat will sie draußen haben. Die Familie muss 1983 gegen ihren Willen innerhalb von drei Tagen ausreisen.

Das Einzige, was Dorothea Fischer trösten kann, ist ein anderes Leben für ihre Kinder. Da sie danach nicht mehr in die DDR einreisen darf, trifft sich die ausgebürgerte Jenenserin mit ihren dagebliebenen Freunden fortan in der Tschechoslowakei.

Biografische Angaben zu Dorothea Fischer finden sie im Personenlexikon.

Zitierempfehlung: „Dorothea Fischer“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., letzte Änderung Januar 2018, www.jugendopposition.de/145506

 


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