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Wahl 50 - Hermann Joseph Flade_RHG_Fo_HAB_16346

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Der Haftbefehl gegen Hermann Joseph Flade, Oktober 1950. Quelle: BStU, MfS, Ast Chemnitz, 12/52 GA
Der Haftbefehl gegen Hermann Joseph Flade, Oktober 1950. Quelle: BStU, MfS, Ast Chemnitz, 12/52 GA


Abschrift:

Haftbefehl gegen Hermann Joseph Flade, Oktober 1950.

D r e s d e n
146 II Gs 138/50

Haftbefehl


Der am 22.5.1932 in Würzburg geb. ledige Oberschüler
Hermann Josef F l a d e , in Olbernhau/Erzgeb., Töpfergasse 5, wohnhaft,

ist zur Untersuchungshaft zu bringen.
Er ist dringend verdächtig, am 8.10., am 10.10. und am 14.10.1950 in Olbernhau insgesamt 186 Stück Flugblätter mit antidemokratischem und hetzerischem Inhalt an den verschiedensten Stellen der Stadt angeheftet bzw. verstreut zu haben.
Verbr. nach Art. 6 d. Verf. der DDR in Verb. m. § 1 Abs. 1 StGB.

Am 14.10.1950 kurz nach 22 Uhr auf dem Tempelweg in Olbernhau einen Volkspolizisten, der ihn bei der Flugzettelverteilung entdeckte, mit mehreren Stichen in den Arm und den Rücken verletzt zu haben, um seine begangene Straftat zu verdecken, d. h., sich der Feststellung seiner Person zu entziehen.

Verbr. nach § 211 Abs. 1 und 2 § 43 StGB.
Die Untersuchungshaft wird verhängt, weil ein Verbr. den Gegenstand der Untersuchung bildet, Fluchtverdacht keiner weiteren Begründung bedarf.

- Gegen diesen Haftbefehl ist das Rechtsmittel der Beschwerde zulässig –

Amtsgericht Dresden Das Amtsgericht
- Siegel - (Unterschrift)




Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft (BStU-Kopie)

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