Oktober 1954. Thomas Ammer und einige Mitschüler protestieren gegen den erneuten Wahlschwindel der SED. Sie stellen ein Plakat her und machen einen nächtlichen Ausflug zum Schießstand der GST.
Mit einer alten Schreibmaschine und reichlich Wut im Bauch protestiert Hildegart Becker gegen die blutige Niederschlagung des Prager Frühlings durch Truppen des Warschauer Paktes.
An den Geschwistern Scholl orientiert sich Achim Beyer, als er gegen die Unfreiheit in der DDR protestiert. Sein Protest richtet sich besonders gegen die Scheinwahlen von 1950.
Till Böttcher kommt 1987 durch den Liedermacher Stefan Krawczyk zur Umwelt-Bibliothek und wird in den engeren Kreis der Drucker aufgenommen. Mit 17 wird er das erste Mal von der Stasi festgenommen.
Roland Bude setzt sich als gewählter Vertreter im Rostocker Studentenrat dafür ein, dass alle Studenten gleiche Rechte genießen können. Seine Strafe: eisige Winter im Lager von Workuta.
Frank Ebert politisiert sich durch die Ereignisse in Jena Anfang der 1980er Jahre, von denen er durch seine ältere Schwester erfährt. Als 18-Jähriger stößt er zur Umwelt-Bibliothek Berlin dazu.
Am 12. April 1981 stirbt Matthias Domaschk während eines zweitägigen Verhörs durch die Staatssicherheit. Der Tod ihres Freundes schockt und radikalisiert die Jugendlichen.
In der DDR gibt es in den 1970er Jahren eine gut vernetzte Tramperszene, zu der auch Andreas Friedrich gehört. Er trampt quer durch die Republik, zu Konzerten oder um Freunde zu besuchen.
Als am 9. April 1982 Robert Havemann stirbt, geht Peter Grimm zu der von der Staatssicherheit massiv überwachten Beerdigung. Dort macht er Bekanntschaft mit Ralf Hirsch und Werner Fischer – nach…
Seit 1983 ist Christian Halbrock im Umweltkreis der Evangelischen Studentengemeinde in Berlin aktiv. Er beteiligt sich z. B. an Aktionen gegen den Autobahnbau bei Schwerin oder an…
Als sie am 4. September 1989 das Transparent "Für ein freies Land mit freien Menschen" entrollt, ist Katrin Hattenhauer klar, dass dies Konsequenzen haben wird. Für ihr Engagement bei den Leipziger…
Michael Heinisch-Kirch arbeitet als Sozialdiakon und hat den Schlüssel zu Erlöserkirche in Berlin-Lichtenberg. Diese steht, dank ihm, Ende 1980er Jahre vielen Oppisitionellen für ihre…
Im Sommer 1986 wird die gelernte Bibliotheksfacharbeiterin von einem der Gründer der Umwelt-Bibliothek und dem späteren Mitbegründer der Grünen Partei Carlo Jordan gefragt, ob sie die Bibliothek…
Roland Jahn wird am 8. Juni 1983 gegen seinen Willen ausgebürgert und mit Gewalt in die Bundesrepublik abgeschoben. In Knebelketten zum Grenzübergang Probstzella gebracht, sperrt man ihn in ein…
Christian Kunert ist seit 1971 Keyboarder der Band Renft. Diese wird 1975 endgültig verboten. Gerulf Pannach, seinem Musikerkollegen, ist schon vorher ein Auftrittsverbot erteilt worden.
Am 18. November 1976 sprechen die Mitglieder der Jungen Gemeinde Jena-Stadtmitte über die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Die Jugendlichen sind sich einig, dass man irgendetwas gegen diese staatliche…
Von allen Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtlern, die in einer der Leipziger Oppositionsgruppen Ende der 1980er Jahre aktiv waren, ist Kathrin Walther, wie sie damals hieß, vermutlich die…
Joachim Marckstadt und seine Freunde protestieren gegen den Einmarsch der sowjetischen Armee in Ungarn im November 1956. Eine wichtige Frage ist: Wie kann man Flugblätter verteilen, ohne erwischt zu…
Rainer Müller engagiert sich seit 1987 in Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Leipzig, z. B. im Arbeitskreis Solidarische Kirche, der Umweltgruppe Borna, der Arbeitsgruppe Menschenrechte.
Im Herbst 1989 fährt Aram Radomski zusammen mit Siegbert Schefke trotz Überwachung durch die Stasi jeden Montag nach Leipzig, um die Montagsdemonstrationen zu filmen.
Johannes Rink widerspricht den verlogenen Reden der SED-Propagandisten am 13. August 1961, dem der Tag des Mauerbaus und seinem Geburtstag. Für diese ausgesprochene Wahrheit muss er für Jahre hinter…
Reinhard Schult verweigert den Dienst an der Waffe bei der NVA und wird Anfang November 1976 im Alter von 25 Jahren als Bausoldat eingezogen. Nach zwei Wochen gibt es plötzlich eine Nachrichtensperre.
Uwe Schwabe leistet 1981 bis 1984 Dienst bei der NVA, länger als normal, da er zur See fahren möchte. Die dortigen Erziehungsversuche, Demütigungen und Bespitzelungen wecken jedoch seinen…
Die Studentin Bettina Wegner ist kommunistisch erzogen. Sie kann wie viele junge Menschen nicht begreifen, dass die sozialistische ČSSR 1968 von ihren Bruderstaaten brutal überfallen wird.
Als sich Evelyn Zupke und ihr Freund 1984 weigern, zur Wahl zu gehen, zum "Zettelfalten", werden sie von ihren Kollegen im FDGB-Ferienheim massiv unter Druck gesetzt.