Initiative Frieden und Menschenrechte

Initiative Frieden und Menschenrechte

Die Interner Link: Initiative Frieden und Menschenrechte wird offiziell am 24. Januar 1986 gegründet. Sie ist in der Spätphase der Interner Link: SED-Herrschaft eine der wichtigsten Oppositionsgruppen. Die Vorgeschichte der Interner Link: IFM beginnt mit der Absage eines 1985 geplanten Menschenrechtsseminars, das auf staatlichen Druck hin von der Kirchenleitung unterbunden wird. Vor dem Herbst 1989 besteht sie aus etwa 30 Aktiven, unter anderem Interner Link: Bärbel Bohley, Antje und Martin Böttger, Interner Link: Werner Fischer, Peter und Sabine Grimm, Interner Link: Ralf Hirsch, Interner Link: Peter Rölle, Gerd und Interner Link: Ulrike Poppe, Interner Link: Lotte und Interner Link: Wolfgang Templin.

Das Programm der IFM besteht vor allem in der Dokumentation und Anprangerung von Menschenrechtsverletzungen in der DDR. Außerdem weist sie auf die Zusammenhänge zwischen äußerer und innerer Friedensfähigkeit eines Staats sowie Frieden und Einhaltung der Menschenrechte hin. Die IFM fordert die Einhaltung der Bürgerrechte und Demokratie. So wird im April 1986 eine „Interner Link: Parteitagseingabe“ an den XI. Parteitag der SED geschickt, in der sie die Demokratisierung der DDR fordert. Sie verfasst ferner ein Appell zum Interner Link: UNO-Jahr des Friedens 1986 und organisiert eine Meinungsumfrage zu den Ursachen der Ausreisewelle 1989.

Die IFM versucht eine SED-kritische Gegenöffentlichkeit zu schaffen: durch das eigene Untergrundblatt „grenzfall“ einerseits und durch die gezielte Nutzung der West-Medien andererseits. Die IFM verzichtet bewusst auf das schützende Dach der Kirche und unterscheidet sich damit von den meisten Oppositionsgruppen in den 1980er Jahren.

Nach der Friedlichen Revolution 1989 wird aus der IFM eine politische Vereinigung mit fester Mitgliedschaft. Sie geht mit der Interner Link: Grünen Partei und dem Unabhängigen Frauenverband die Listenverbindung Interner Link: Bündnis 90 ein. Gerd Poppe und Interner Link: Marianne Birthler werden in die Interner Link: Volkskammer gewählt.

Quelle:
- Hans-Joachim Veen (Hrsg.): Lexikon Interner Link: Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur. Propyläen. Berlin, München, 2000.

Fussnoten

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