Stasi-Objekte und Orte der Opposition im Prenzlauer Berg
Das Beispiel des Berliner Stadtteils Prenzlauer Berg zeigt: der DDR-Geheimdienst unterhielt bis zum Zusammenbruch des Regimes eine Unmenge verdeckter Stützpunkte.
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Grenzmauer
Hinterlandmauer
Grenzstreifen
Sektorengrenze
Verlauf der Berliner Mauer
Hinterlandmauer
Grenzstreifen
Sektorengrenze Grenzanlagen: Externer Link: Geoportal Berlin / Verlauf der Berliner Mauer, 1989 (Externer Link: Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0)
Hintergrund
Ob einzelne Zimmer in einer privaten Wohnung, in Betrieben oder Institutionen oder sogar komplette Wohnungen oder Häuser - die Staatssicherheit mietete oder kaufte sie unter Tarnung an. Um die konspirativen Objekte abzusichern, wurden alle Hausbewohner heimlich und gründlich vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) durchleuchtet, oft auch ihre Verwandten, regelmäßige Besucher und die Bewohner von Nachbargrundstücken. Insgesamt existierten 1989 in der DDR auf 1.000 Einwohner etwa zwei so genannte Konspirative Wohnungen. Im Prenzlauer Berg war die Überwachungsdichte besonders hoch. Das hatte einerseits mit der Nähe zur Grenze zu West-Berlin zu tun. Andererseits entwickelte sich dieses Viertel zu einem Zentrum der Opposition in den 1970er und 1980er Jahren. Um deren Aktivitäten zu beobachten und zu unterbinden, setzte das MfS eine große Anzahl an hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeitern ein.
Hinweise zur Karte, den Begleittexten und Quellen
Die obige Karte zeigt exemplarisch das Ausmaß der Überwachung. Neben den Objekten der Stasi sind Treffpunkte in Wohnungen oder Kirchengemeinden sowie Versammlungsorte der oppositionellen Szene im Prenzlauer Berg ebenfalls auf dieser Karte verzeichnet. Zu jedem auf der Karte verzeichneten Objekt gibt es einen kurzen Begleittext. Bei den Stasi-Objekten werden die Funktion des jeweiligen Stützpunktes und Aufgaben der dort tätigen Stasi-Mitarbeiter beschrieben. Diese Angaben sind den Akten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv des Bundesarchivs entnommen.
In den Erläuterungstexten werden hauptamtliche Mitarbeiter des MfS mit Klarnamen benannt. Ihre Zweitidentitäten sind kursiv gesetzt. Decknamen für Inoffizielle Mitarbeiter und Konspirative Wohnungen erscheinen in „Anführungszeichen“. Zweitidentitäten und Decknamen sind nicht mit den wahren Namen toter oder lebender Personen identisch. Etwaige Übereinstimmungen mit realen Personen sind Zufall und treffen keine Aussage über diese Personen.
Die Darstellung der Stasi-Objekte und ihrer Funktionen ist beispielhaft und nicht lückenlos. Die Nutzung der einzelnen Objekte durch die Stasi erfolgte zu unterschiedlichen Zeiten und unterlag verschiedenen Veränderungen. Alle zu DDR-Zeiten von der Staatssicherheit genutzten Objekte wurden vom MfS spätestens 1990 aufgegeben.
Das dieser Karte zugrundeliegende Kartenmaterial selbst ist nicht historisch, weshalb bestimmte Straßen und Orte auf der Karte mit ihrem heutigen Namen bezeichnet sind und nicht mit ihrem Namen aus DDR-Zeiten.
Verlauf und Ausbau der Grenzanlagen veränderten sich im Laufe der Zeit. Die Daten von Grenzmauer, Hinterlandmauer, Grenzstreifen und Sektorengrenze in dieser Karte stammen vom Geoportal Berlin / Verlauf der Berliner Mauer, 1989 und stehen unter der Externer Link: Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0.
Der Umstand, dass das MfS in einem Haus aktiv war, trifft keine Aussage über andere jetzige oder frühere Bewohner, Hausbesitzer oder Verwalter.