Biografie Reinhard Schult

Biografie Reinhard Schult

DDR-Interner Link: Opposition

geboren am 23.09.1951 in Berlin
gestorben am 26.09.2021

1968 bis 1971
absolviert er eine Berufsausbildung als Baufacharbeiter mit Abitur.

1971 bis 72
studiert er Theologie in Berlin. Nach einigen Monaten bricht er sein Studium ab und ist fortan als Maurer und Heizer tätig.

1976 bis 1978
dient er als Interner Link: Bausoldat bei der Grenztruppe in Pätz bei Königs Wusterhausen.

ab 1978
ist er in verschiedenen oppositionellen Gruppen und unabhängigen Friedenskreisen tätig.

1979
wird er am 13. August wegen "Beihilfe zur Republikflucht" verhaftet. Als sich die Beschuldigung als falsch erweist, wird er wegen „Verbreitung illegaler Literatur“ zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt (die Interner Link: Stasi findet eine Ausgabe der bundesrepublikanischen Interner Link: KPD/ML-Zeitschrift Interner Link: Roter Morgen und Texte von Wolf Biermann bei ihm zu Hause). Weniger kann man ihm nicht geben, da er diese Zeit schon in der Untersuchungshaft abgesessen hat. Nach seiner Entlassung engagiert er sich im Friedenskreis der Evangelischen Studentengemeinde und organisiert Diskussionsforen ehemaliger Interner Link: Bausoldaten.

seit 1985
arbeitet er bei der Gruppe Gegenstimmen und ab 1987 bei der Kirche von Unten mit.

1989
gründet er im September das Interner Link: Neue Forum in Grünheide mit und ist einer der Erstunterzeichner des Gründungsaufrufs.

ab 1990
ist er Vertreter der basisdemokratisch orientierten Minderheitenfraktion im Interner Link: Neuen Forum.

1990
arbeitet er von März bis Oktober als Abteilungsleiter im Staatlichen Komitee zur Auflösung des Interner Link: Ministeriums für Staatssicherheit (Interner Link: MfS). Am 4. September beteiligt er sich an der Besetzung des Archivs der ehemaligen MfS-Zentrale in Berlin.

1991 bis 1995
ist er Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin.

seit 1997 lebt er erst in der Uckermark, dann in einem Dorf bei Bernau.

Er arbeitete beim Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen in Berlin und für die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Brandenburg und beriet Menschen, die Opfer der Interner Link: SED-Diktatur waren.

Fussnoten

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Die folgende Linksammlung versorgt Lehrkräfte wie Jugendliche mit weiterführenden Materialien und soll zum Weiterforschen animieren.

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Katrin Hattenhauer fährt im November illegal nach Berlin, um ihren Geburtstag zu feiern. In einer Kneipe erfährt sie von der Maueröffnung. Da entscheidet sie sich, mit Freunden zur Mauer zu gehen.