Bausoldaten

Bausoldaten

In der DDR gibt es keinen Wehrersatzdienst, aber ab 1964 die Möglichkeit, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Man wird trotzdem zur Interner Link: Nationalen Volksarmee einberufen. Dort dient man mit dem Dienstgrad „Interner Link: Bausoldat“ in Baueinheiten. Interner Link: Bausoldaten sind an einem Spaten auf den Schulterklappen zu erkennen und können nicht befördert, aber auch nicht degradiert werden. Sie legen auch nicht den Fahneneid ab wie die regulären Soldaten, sondern ein spezielles Gelöbnis.

Den Status des Bausoldaten kann jeder Wehrpflichtige beantragen. Vor allem religiöse Gründe für die Verweigerung werden anerkannt. Über Anträge aus Gewissensgründen wird willkürlich entschieden. Wer den Dienst an der Waffe verweigert, muss mit Behinderungen in seiner Ausbildung und beruflichen Karriere rechnen.

Zwischen 1964 und 1989 entscheiden sich insgesamt 27.000 Männer in der DDR, zu den Bausoldaten zu gehen, von denen etwa 15.000 eingezogen werden.

Im Februar 1990 wird mit einer „Anordnung über den Zivildienst in der DDR“ die Möglichkeit eines Wehrersatzdienstes geschaffen. Die letzten Bausoldaten werden im September 1990, kurz vor der Wiedervereinigung, entlassen.

Am 1. Juli 2011 wird die Pflicht zur Ableistung des Grundwehrdienstes in Deutschland ausgesetzt.

Weitere Informationen zum Thema "Bausoldaten", sowie Bildmaterial und Zeitzeugeninterviews finden Sie auf der entsprechenden Interner Link: Artikel-Seite

Fussnoten

Weitere Inhalte

Karte

Orte der DDR-Jugendopposition

Wo fanden die Aktionen von DDR-Oppositionellen statt? Auf dieser Karte können Sie sich dazu geografisch orientieren.

Artikel

Leih- und Wanderausstellungen

Hier präsentieren wir eine Auswahl an Leih- und Wanderausstellungen, die in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen aufgebaut werden können.

Artikel

Online-Angebote

Die folgende Linksammlung versorgt Lehrkräfte wie Jugendliche mit weiterführenden Materialien und soll zum Weiterforschen animieren.

Material

Weiteres didaktisches Material

Hier finden Sie didaktische Materialien für den Schulunterricht und die außerschulische politische Bildung aus unterschiedlichen Quellen entlang der Themenbereiche dieser Seite.

Video Dauer
Video

Katrin Hattenhauer - Mauerfall am 9. November 1989

Katrin Hattenhauer fährt im November illegal nach Berlin, um ihren Geburtstag zu feiern. In einer Kneipe erfährt sie von der Maueröffnung. Da entscheidet sie sich, mit Freunden zur Mauer zu gehen.