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Friedensgebete und Montagsdemonstrationen

Friedensgebete und Montagsdemonstrationen

Redaktion

Die berühmten Leipziger Montagsdemonstrationen haben ihren Ursprung in der DDR-Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre: Seit 1981 werden in der Messestadt Friedensgebete organisiert; seit 1982 finden Sie immer montags statt. Hinzu kommen andere Veranstaltungen der Friedensbewegung in und an verschiedenen Kirchen.

(© Archiv Bürgerbewegung Leipzig/Christoph Motzer) (© Robert-Havemann-Gesellschaft / RHG_Fak_0124) (© ullstein bild - Schneider) (© Archiv StAufarb, Bestand Klaus Mehner, 88_0314_REL_Nikolai_01) (© NF (Hrsg.), Jetzt oder nie – Demokratie! Leipziger Herbst `89, Leipzig 1989 ) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Aram Radomski/RHG_Fo_HAB_21002) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Aram Radomski/RHG_Fo_HAB_21003) (© Bundesarchiv/183-1990-0922-002/Friedrich Gahlbeck) (© REGIERUNGonline/Liebe ) (© Robert-Havemann-Gesellschaft (BStU-Kopie) ) (© BStU, MfS, HA XX, 8387, Bild 1) (© REGIERUNGonline/Harald Kirschner ) (© REGIERUNGonline/Liebe ) (© REGIERUNGonline/Marion Wenzel ) (© REGIERUNGonline/Marion Wenzel ) (© Bundesarchiv/183-1989-1120-026/Friedrich Gahlbeck) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_1077) (© Bundesarchiv/183-1989-1201-047/Waltraud Gubitzsch) (© Bundesarchiv/183-1989-1204-036/Friedrich Gahlbeck) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_1468) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_1500) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_2049) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_2141) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_2121) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_2134)

Die zentrale Figur in der Gestaltung und Organisation der Friedensgebete ist Interner Link: Christoph Wonneberger. Der 1985 aus Dresden nach Leipzig gezogene Pfarrer initiiert bereits 1982 in Dresden die ersten Friedensgebete. Auch in Leipzig organisiert Interner Link: Christoph Wonneberger, Mitbegründer der Interner Link: AG Menschenrechte, gegen staatliche und innerkirchliche Widerstände Friedensgebete. Außerdem geht von ihm die Idee der Alternativen Leipziger Kirchentage aus, die auch viele Teilnehmer von Friedensinitiativen besuchen.

Durch die stärkere politische Ausrichtung der Gruppen und den Zustrom von Ausreisewilligen werden die Friedensgebete ab Mitte der 1980er Jahre zu systemkritischen politischen Veranstaltungen, die auch über die Kirche hinaus Öffentlichkeit erlangen. Die Folge: Verhaftungen und steigender Druck des Staates auf die Kirchenleitung. Ab September 1988 gibt die Leipziger Kirchenleitung dem Druck nach und untersagt den unabhängigen Gruppen die inhaltliche Gestaltung der Friedensgebete.

Es sind die Montage, die in der DDR Geschichte schreiben

Diese Regelung führt in den folgenden Wochen immer wieder zu Tumulten bei den Gottesdiensten, bis sie im Frühjahr 1989 wieder aufgehoben wird. Die Leipziger Gruppen Interner Link: Initiativgruppe Leben, Interner Link: Arbeitskreis Gerechtigkeit, Interner Link: Arbeitsgruppe Umweltschutz und Interner Link: Arbeitskreis Solidarische Kirche schreiben einen offenen Brief an den Landesbischof Interner Link: Johannes Hempel, in dem sie sich heftig gegen den Versuch auflehnen, die Friedensgebete zu entpolitisieren. Rainer Müller und Uwe Schwabe sind auf dem Bild oben mit ihren Protestplakaten gegen dieses Redeverbot zu sehen.

Die kritische politische Prägung der Friedensgebete geht auch von den vielen jugendlichen Teilnehmern der Leipziger Gruppen aus. Sie sind es, die die ersten Montagsdemonstrationen mit noch wenigen Beteiligten anführen.

Unmittelbar nach der Fälschung der Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989 organisieren Leipziger Gruppen eine Demonstration, an der rund 600 Menschen teilnehmen. Am kommenden Tag wird während des Friedensgebets in der Interner Link: Nikolaikirche erstmals ein Polizeikessel um die Kirche gebildet.

Der Landesbischof Interner Link: Johannes Hempel fordert erneut eine Einschränkung der Friedensgebete, doch der Druck von kirchlichen Basisgruppen und Pastoren ist so stark, dass sich der Bischof innerhalb der Kirche nicht mehr durchsetzen kann.

Die Veranstaltungen werden nun als Montagsgebete bezeichnet und die anschließenden Demos als Montagsdemonstrationen. Gerade die politische Ausrichtung der Friedensgebete macht die Leipziger Andachten so populär. Schnell ist Montag für Montag das Kirchenschiff der Nikolaikirche mit Besuchern überfüllt. Die verschiedenen oppositionellen Strömungen finden hier einen gemeinsamen Raum und eine wenn auch noch kleine Öffentlichkeit. Schnell verbreitet sich im ganzen Land der Ruf der Leipziger Friedensgebete. Die Montagsgebete und -demonstrationen tragen den Protest gut sichtbar auf die Straße und in die Gesellschaft hinein. Damit läuten sie das Ende der DDR ein.

(© Robert-Havemann-Gesellschaft/Armin Wiech/RHG_Film 3_28) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Armin Wiech/RHG_Film 10_14) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Armin Wiech/RHG_Film 10_22) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Armin Wiech/RHG_Film 11_24) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Armin Wiech/RHG_Film 11_34) (© Robert-Havemann-Gesellschaft, Seite 1 von 2, RHG_Fak_0119) (© Robert-Havemann-Gesellschaft, Seite 2 von 2, RHG_Fak_0119_a ) (© Robert-Havemann-Gesellschaft / RHG_Fak_0121) (© Robert-Havemann-Gesellschaft / RHG_Fak_0086)

„Wir sind das Volk!“, „Wir sind das Volk!“, „Wir sind das Volk!“

Die erste Interner Link: Montagsdemonstration des Revolutions Herbstes am 4. September 1989 wird von westlichen Medien begleitet. Deren Anwesenheit verhindert, dass öffentlich Verhaftungen stattfinden. Doch schon in der kommenden Woche, am 11. September 1989, schlagen Polizei und Interner Link: Stasi wieder hart zu. Vor allem junge Menschen gehen auf die Straße. (Unter ihnen ist auch Uwe Schwabe, der im Zeitzeugen-Interview von den revolutionären Zeiten in Leipzig berichtet.) Insgesamt 89 Demonstranten werden an diesem Tag festgenommen, und 19 von ihnen zu Haftstrafen bis zu einem halben Jahr und Geldstrafen bis zu 10.000 Mark verurteilt. Und das bei einem Durchschnittseinkommen von circa 1.000 Mark. Kaum einer der Verhafteten ist älter als 30 Jahre. Einige der 19 kommen erst fünf Wochen später wieder aus dem Gefängnis – nach dem Rücktritt des DDR-Staatschefs Interner Link: Erich Honecker. Landesbischof Johannes Hempel berichtet auf einer Interner Link: Synode in Erfurt am 15. September 1989 über die Montagsdemonstration am 11. September 1989 und die Festnahmen und fragt rhetorisch: „Was geht in den Jugendlichen vor, was bleibt in ihnen zurück, wenn sie so behandelt werden? Was sind das für Bürger der Zukunft? Auch in den offensichtlich sehr jungen Bereitschaftssoldaten, die doch, soweit ich weiß, Wehrpflichtige sind und die jetzt in Kette vorgehen gegen fast Gleichaltrige? Was geht in denen vor?“

Anfang September 1989 ändert sich auch die Zielvorstellung der Demonstrationen. Während vor dem Sommer noch viele Ausreisewillige unter dem Ruf „Wir wollen raus!“ zu den Friedensgebeten erscheinen, sind es in den ersten Septemberwochen vor allem die Angehörigen von Oppositionsgruppen, die nicht mehr vor den Zuständen in der DDR fliehen wollen. Sie wollen die Republik verändern und skandieren jetzt, sehr zum Schrecken der DDR-Führung, „Wir bleiben hier!“.

Am 18. September 1989 versammeln sich schon während des Gottesdienstes, den fast 2.000 Menschen besuchen, mehr als 1.000 Leute vor der Leipziger Nikolaikirche. Die Teilnehmerzahlen steigen von Woche zu Woche, was laut Rainer Müller und Uwe Schwabe auch auf den festen Treffpunkt zurückzuführen ist: immer montags in der Nikolaikirche. Am 25. September sind es 8.000 Menschen, die in einem Demonstrationszug auf dem Ring um die Leipziger Innenstadt ziehen. Der Zug führt direkt an der Interner Link: Bezirksverwaltung der Stasi in Leipzig, der Runden Ecke, vorbei.

Dass die Revolution später zum größten Teil friedlich verläuft, ahnt im September 1989 noch niemand. Hundertschaften von Polizei und Stasi stehen jeden Montag bereit und warten auf den Einsatzbefehl. Jederzeit kann es zur offenen Konfrontation kommen, jederzeit kann Blut fließen. Die Massaker der chinesischen Armee an den demonstrierenden Studenten auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens vom 3. und 4. Juni 1989 sind allen in schlimmer Erinnerung.

Der Tag der Entscheidung

Am 9. Oktober 1989, zwei Tage nach den offiziellen Feierlichkeiten zum 40. Republikgeburtstag, versammeln sich rund 70.000 Menschen um die Leipziger Nikolaikirche. Ein Eingreifen der bereitstehenden Polizei-Hundertschaften würde zur Eskalation der Gewalt führen. Doch nach einiger Zeit ziehen sich die Polizisten in ihre Mannschaftswagen zurück und räumen das Feld. Rainer Müller und seine Mitstreiter feiern. (Über die Leipziger Interner Link: Montagsdemos berichtet Rainer Müller im Zeitzeugeninterview.)

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Ein Stasi-Offizier gibt später zu Protokoll: „Am 9. Oktober überstieg ja erstmals die Zahl der Demonstranten alles, was man erwartet hatte. Selbst das, was wir nach den Berliner Ereignissen [gemeint sind die Demonstrationen am 7. Oktober] im Interner Link: Ministerium für Staatssicherheit erwartet hatten, wurde auf eine eindrucksvolle, für uns damals beängstigende Art und Weise übertroffen. Noch nie sah man in der DDR so viele Menschen mit einer so eindeutigen Ausrichtung gegen das Herrschaftssystem.“ An diesem Tag setzt sich die Bevölkerung erstmals auf offener Straße dem Staat gegenüber durch. Leipzig wird in den folgenden Wochen und Monaten in der DDR-Bevölkerung nur noch als Heldenstadt bezeichnet.

Die DDR-Interner Link: Opposition nutzt die Westmedien ganz bewusst zur Bekanntmachung der Leipziger Proteste. Die Verbreitung der Leipzig-Nachrichten in der ganzen DDR spielt in den kommenden Wochen eine besonders wichtige Rolle. (Im Interview berichtet der damals 26-jährige Aram Radomski, wie es ihm zusammen mit Interner Link: Siegbert Schefke auf abenteuerliche Weise gelingt, trotz Stasi-Verfolgung eine Montagsdemonstration mit der Kamera aufzuzeichnen und das Video in den Westen zu schmuggeln.)

Die Leipziger Montagsdemonstrationen sind zu Recht zu einem Synonym für den Aufstand eines Volkes gegen seine Regierung geworden. An den Protestdemonstrationen, die ab dem 4. September 1989 regelmäßig jeden Montag stattfinden, nehmen im Oktober bereits Zehntausende Menschen teil. Leipzig ist die erste Stadt der DDR, in der so viele Menschen auf die Straße gehen, um für eine grundlegende Wandlung des politischen Systems zu demonstrieren. Ihr Ruf „Wir sind das Volk!“ wird zum wichtigsten Slogan der Revolution – bis er im November 1989 nach dem Fall der Interner Link: Mauer durch den Ruf „Wir sind ein Volk!“ abgelöst wird.

Fussnoten

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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350