Radio Glasnost
Schweres Geschütz gegen die Meinungsfreiheit: Mit Störsendern versucht die Stasi, den Empfang der Sendereihe „Radio Glasnost – außer Kontrolle“, die aus der westberliner Potsdamerstraße ausgestrahlt wird, am 28. März 1988 in der DDR zu verhindern.
Logo von Radio 100. Das erste Berliner Privatradio wird 1987 gegründet.
„Ein Lügner mehr oder weniger“: Kommentar von Igor Ossinski im Neuen Deutschland (12. Februar 1988) über eine aktuelle Radio-Glasnost-Sendung zu
den Ereignissen um die Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am 15. Januar in Ost-Berlin.
Schweres Geschütz gegen die Meinungsfreiheit: Mit zwölf Störsendern versucht die Stasi den Empfang der Sendereihe „Radio Glasnost – außer
Kontrolle“ am 28. März 1988 in der DDR flächendeckend zu verhindern.
Schweres Geschütz gegen die Meinungsfreiheit: Mit zwölf Störsendern versucht die Stasi den Empfang der Sendereihe „Radio Glasnost – außer
Kontrolle“ am 28. März 1988 in der DDR flächendeckend zu verhindern.
Schweres Geschütz gegen die Meinungsfreiheit: Mit zwölf Störsendern versucht die Stasi den Empfang der Sendereihe „Radio Glasnost – außer
Kontrolle“ am 28. März 1988 in der DDR flächendeckend zu verhindern.
„Störung wirksam, Empfang beeinträchtigt“: Die Stasi setzt Störsender gegen Radio Glasnost ein. Diese Karte zeigt, wo sie damit Erfolg hat.
Von der Stasi angefertigte Übersichtskarte: Sendereichweite von Radio Glasnost in der DDR.
Comic von Dirk Moldt über die Stasi-Störversuche der Sendungen von Radio Glasnost (1988).
Ende 1988 finden einige Ost-Berliner in ihren Briefkästen diesen Wurfzettel, mit dem Mitglieder des Weißenseer Friedenskreises auf Radio Glasnost
aufmerksam machen wollen.
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Sitz des Senders Radio 100 in der Potsdamer Straße in West-Berlin, aufgenommen in den 1990er Jahren.
Ende 1986 sind in Berlin die Peilwagen unterwegs: Im Westteil der Stadt sucht die Bundespost, im Ostteil die
Wer sendet hier eigentlich? Sympathisanten aus der Westberliner autonomen Szene strahlen das Programm vom Dachboden eines
Andrea Franke (24) und
Gefürchteter Untergrundfunk: Piratensender Schwarzer Kanal
Im Frühjahr 1987 sitzt der Rundfunkredakteur
Roland Jahn, 1983 gewaltsam in den Westen ausgebürgert, ist neben
Als einstündiges Format bei Radio 100 startet die Sendereihe „Radio Glasnost – außer Kontrolle“ im August 1987 mit festem Sendeplatz. Sie wird immer am letzten Montag eines jeden Monats ausgestrahlt. Die einzelnen Beiträge werden im Osten auf Tonband aufgenommen und nach West-Berlin geschmuggelt. In der dortigen Redaktion arbeitet neben Roland Jahn und
Später, nach ihrer Ausreise aus der DDR, stoßen der Ostberliner Rüdiger Rosenthal und
Radio Glasnost: Die DDR-Opposition erhält eine eigene Stimme
In 27 Sendungen berichtet Radio Glasnost bis Anfang 1990 über oppositionelle Aktivitäten in der ganzen DDR und sendet Musik von DDR-Liedermachern, Independent-Gruppen und Punkbands. Da der Sender nur in Berlin und dessen Randgebieten in Brandenburg zu empfangen ist, werden die Sendungen von DDR-Hörern mitgeschnitten und außerhalb der Sendereichweite verbreitet.
Die
Der Charterflug eines unbekannten Flugobjekts über den weißen Wattewölkchen von Gorbatschows Glasnost-Initiative. Blumig wird in der ersten Sendung das Konzept von Radio Glasnost vorgestellt.
Moderatorin:
„Radio Glasnost startet jetzt seinen ersten Charterflug von Ost nach West und zurück. Das Manuskript für diese Sendung kommt nicht aus einem unserer verqualmten Redaktionsräume in der Potsdamer Straße, sondern von jenseits der
Der heutige Pilotprojektflug gleitet über die weißen Wattewölkchen von Gorbatschows Glasnost-Initiative in Osteuropa. Hauptsächlich bewegen wir uns dabei aber über dem Gebiet der DDR.“
Foto: Ende 1988 finden einige Ost-Berliner in ihren Briefkästen diesen Wurfzettel, mit dem Mitglieder des Weißenseer Friedenskreises auf Radio Glasnost aufmerksam machen wollen. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/RAD 1-61.
Produktion: 07.1987
Spieldauer: 1 Min.
hrsg. von: Radio Glasnost
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350