Die Ausbürgerung von Wolf Biermann
Am 16. November 1976 gibt die DDR-Nachrichtenagentur ADN in der Sache Wolf Biermann eine Meldung heraus, die politische Sprengkraft entwickelt.
Von langer Hand vorbereitet: Schon 1971 plant die Staatssicherheit die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Stasi-Minister Erich Mielke persönlich
unterzeichnet die Anweisung, und Parteichef Honecker genehmigt den Plan auf der ersten Seite handschriftlich mit seinem Kürzel EH.
Von langer Hand vorbereitet: Schon 1971 plant die Staatssicherheit die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Stasi-Minister Erich Mielke persönlich
unterzeichnet die Anweisung, und Parteichef Honecker genehmigt den Plan auf der ersten Seite handschriftlich mit seinem Kürzel EH.
Von langer Hand vorbereitet: Schon 1971 plant die Staatssicherheit die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Stasi-Minister Erich Mielke persönlich
unterzeichnet die Anweisung, und Parteichef Honecker genehmigt den Plan auf der ersten Seite handschriftlich mit seinem Kürzel EH.
Von langer Hand vorbereitet: Schon 1971 plant die Staatssicherheit die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Stasi-Minister Erich Mielke persönlich
unterzeichnet die Anweisung, und Parteichef Honecker genehmigt den Plan auf der ersten Seite handschriftlich mit seinem Kürzel EH.
Von langer Hand vorbereitet: Schon 1971 plant die Staatssicherheit die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Stasi-Minister Erich Mielke persönlich
unterzeichnet die Anweisung, und Parteichef Honecker genehmigt den Plan auf der ersten Seite handschriftlich mit seinem Kürzel EH.
Von langer Hand vorbereitet: Schon 1971 plant die Staatssicherheit die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Stasi-Minister Erich Mielke persönlich
unterzeichnet die Anweisung, und Parteichef Honecker genehmigt den Plan auf der ersten Seite handschriftlich mit seinem Kürzel EH.
Von der Staatssicherheit registriert: Am 11. November 1976, um 12 Uhr 15 hat Wolf Biermann die Grenze passiert.
Die Staatssicherheit stellt sich auf "feindliche Aktionen" nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns ein.
Die Staatssicherheit stellt sich auf "feindliche Aktionen" nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns ein.
Die Staatssicherheit stellt sich auf "feindliche Aktionen" nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns ein.
Liedermacher, Lyriker, Leitfigur: Als offiziell ist, dass Wolf Biermann aus der DDR rausgeworfen wurde, strahlt die ARD das Kölner Biermann-Konzert
vom 13. November 1976 in voller Länge aus.
Am 17. November 1976 gibt die SED-Führung im Neuen Deutschland die Ausbürgerung Wolf Biermanns bekannt.
"Auf Grund dessen wird Ihnen eine Einreise in das Gebiet der DDR verwehrt."
Das kritische Trio ist ein Medienmagnet: Liedermacher Wolf Biermann, Schriftsteller Heinrich Böll und Journalist Günter Wallraff (v.l.n.r.) auf
einer Pressekonferenz am 19. November 1976, drei Tage nach Wolf Biermanns Ausbürgerung.
Am 16. November 1976 gibt die DDR-Nachrichtenagentur
Am nächsten Tag begründet das
Wolf Biermanns Rausschmiss ist keine spontane Reaktion der DDR-Oberen: Er ist von langer Hand geplant und gut vorbereitet. Seit den 1960er Jahren spielt Biermann mit seinen Liedern und Texten eine wichtige Rolle im kleinen Kreis der kritischen DDR-Intelligenz. Sein großes Thema sind die Widersprüche zwischen der sozialistischen Idee und ihrer Umsetzung im
Fehlentscheidung der SED: Biermann wird zum Bumerang
Im November 1976 scheint die Gelegenheit günstig: Wolf Biermann, der nach elfjährigem Auftrittsverbot am 12. September 1976 in der Prenzlauer Dominikanerklosterkirche endlich wieder ein Konzert geben darf – sein erstes Konzert in einer Kirche –, wird kurz darauf zu einer Konzerttournee durch die Bundesrepublik eingeladen. Diese Initiative kommt von linken Gewerkschaftsvertretern der IG Metall. Unter dem Motto „Freiheit der Meinung – Freiheit der Reise für Wolf Biermann“ werden in der Bundesrepublik mehrere Zehntausend Unterschriften gesammelt, um Biermann die Teilnahme zu ermöglichen. Zeitgleich läuft die Wahlkampagne der CDU unter dem Motto „Freiheit statt Sozialismus“. Indem sie den noch immer überzeugten Kommunisten Wolf Biermann einladen, wollen die Gewerkschaftsmitglieder auch ein Zeichen in ihrem Wahlkampf setzen. Aber es kommt alles ganz anders, als geplant.
Die SED-Führung lässt den ungeliebten Musiker reisen und wartet seinen ersten Auftritt am 13. November in Köln ab, um ihn dann über die Presse von seiner Ausbürgerung zu unterrichten. Die Hoffnung der DDR-Oberen, dass die Ausbürgerung keine allzu großen Folgen haben würde, erweist sich als Fehleinschätzung: Wenige Tage nach ihrer Bekanntgabe sendet die
Über die Heftigkeit des organisierten und des spontanen Protests, der nun im ganzen Land ausbricht, ist nicht nur
Das Recht auf weiteren Aufenthalt entzogen: Am 16. November 1976 wird in der Aktuellen Kamera, der Hauptnachrichtensendung des DDR-Fernsehens, die Meldung über die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann verlesen.
Nachrichtensprecher:
„Die zuständigen Behörden der DDR haben Wolf Biermann, der 1953 aus Hamburg in die DDR übersiedelte, das Recht auf weiteren Aufenthalt in der Deutschen Demokratischen Republik entzogen. Diese Entscheidung wurde aufgrund des Gesetzes über die Staatsbürgerschaft der Deutschen Demokratischen Republik, Staatsbürgerschaftsgesetz vom 20. Februar 1967, Paragraph 13, nach dem Bürgern nach großen Verletzungen der staatsbürgerlichen Pflichten die Staatsbürgerschaft der DDR aberkannt werden kann, gefasst.
Biermann befindet sich gegenwärtig in der Bundesrepublik Deutschland. Mit seinem feindseligen Auftreten gegenüber der Deutschen Demokratischen Republik hat er sich selbst den Boden für die weitere Gewährung der Staatsbürgerschaft der DDR entzogen.“
Ausschnitt aus der Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera" im DDR-Fernsehen aus dem November 1976.
Produktion: 16.11.1976
Spieldauer: 1 Min.
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Für den Hinweis auf Texte von www.jugendopposition.de, die keine konkrete Autorin/ keinen konkreten Autor genannt haben, empfehlen wir folgende Zitierweise (Beispiel):
„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350