Johanna Kalex
Angeregt durch ein Vorbild aus Polen ruft Johanna Kalex mit siebzehn Jahren zu einer Friedensdemonstration an der Ruine der Dresdner Frauenkirche auf.
Johanna Kalex mit ihren Eltern 1972.
Johanna Kalex bei einem Familienausflug in die Sächsische Schweiz 1977.
Jugendweihe von Johanna Kalex 1979.
Johanna Kalex mit ihrem damaligen Freund 1979.
Johanna Kalex Ende der 1970er Jahre.
Johanna Kalex (links) beim Jugendtag in Lohmen 1981.
Johanna Kalex im Sommer 1982 im Freundeskreis von Thomas Kantschew (hier sein 18.Geburtstag) an den Moritzburger Teichen, wo auch schon die
Brücke-Künstler mit ihrem Nacktbaden um 1905 ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit genossen.
Sommer 1982, Prager Straße in Dresden: Johanna Kalex mit Freundinnen. Die jungen Frauen treffen sich regelmäßig am Brunnen im Zentrum der Stadt und
verbringen ein paar unbeschwerte Stunden miteinander.
Hochzeit von Johanna und Roman Kalex 1982.
Die Stasi feiert mit: Hochzeitsgäste von Johanna und Roman Kalex auf einem Observationsfoto (1982).
Johanna Kalex mit ihrer ersten Tochter.
Johanna Kalex Mitte der 1980er Jahre.
Johanna Kalex auf einem Frauenseminar.
Johanna Kalex mit Gasmaske auf einem Foto für ein heimlich geklebtes Plakat.
Für die Gründungsveranstaltung von "amnesty international in der DDR" in der Golgathakirche ist die Wahl eines Vorstandes und die Abstimmung über
den Satzungsentwurf geplant. Die Vereinigung will die volle Verwirklichung der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" auf dem Territorium der DDR fördern und strebt die Aufnahme als vollwertige Sektion in die Weltorganisation "amnesty international" an. Im Präsidium Hendryk Mewes, Johanna Kalex, Stefan Schneider, Olaf Piotrowski, Juliane Atzenburg und Martin Hoffmann (v.l.).
Johanna Kalex, 11. November 2004.
Dresden, Winter 1982. Angeregt durch ein Vorbild aus Polen, ruft Johanna Kalex mit 17 Jahren zu einer Friedensdemonstration an der Ruine der Dresdner Frauenkirche auf. Sie entwirft ein Flugblatt, auf dem steht, man möge sich am 13. Februar 1982 an der Frauenkirche versammeln und ein Kreuz aus Kerzen aufstellen. Uhrzeit: zehn Minuten vor 22 Uhr, dem Beginn der Bombenangriffe von 1945. Pikant: Am selben Tag gibt es bereits eine hoch offizielle staatliche Kundgebung. Johanna Kalex ruft die Gegenveranstaltung nicht nur zum Gedenken an die Bombardierung Dresdens ins Leben, sondern auch aus Protest gegen die Aufrüstung. Sie und eine Freundin lassen heimlich mehrere Tausend Exemplare des Aufrufs in der Druckerei der Sächsischen Zeitung herstellen und verteilen die Flugblätter in Dresden.
Das alles bleibt der
An diesem Tag organisiert die Kirchenleitung in der Dresdner Kreuzkirche ein Friedensforum, um so die Leute von der Frauenkirche fernzuhalten und den offenen Konflikt mit der Staatsmacht zu verhindern. Johanna Kalex und ihre Freunde werden in dessen Gestaltung einbezogen, dürfen aber nichts Wesentliches mitbestimmen. Trotz der Gegenmaßnahmen der Kirche folgen rund 8.000 Menschen aus der ganzen DDR dem Aufruf von Johanna Kalex, pilgern zur Frauenkirche und schmücken die Ruine mit Blumen und Kerzen. Selbst die Westmedien sind da und berichten von diesem ersten großen und öffentlichen Treffen der
Johanna Kalex selbst kann nur die Berichte im Deutschlandfunk hören, denn Freunde fahren sie zu ihrem Schutz direkt von der Kreuzkirche nach Hause zu ihren Eltern. Mit einer derartigen Resonanz ihres Aufrufs hat sie nicht gerechnet; selbst 200 Demonstranten wären ihr schon viel vorgekommen.
Auch danach bleibt die Gruppe um Johanna Kalex eine der aktivsten in der DDR-
Nachdem Bischof
Biografische Angaben zu Johanna Kalex finden sie im
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350