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Rainer Müller

Rainer Müller

Redaktion

Rainer Müller engagiert sich seit 1987 in Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Leipzig, z. B. im Arbeitskreis Solidarische Kirche, der Umweltgruppe Borna, der Arbeitsgruppe Menschenrechte.

(© Privatbesitz ) (© Privatbesitz ) (© Privatbesitz ) (© Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V./Siegbert Schefke ) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walther/RHG_Fo_HAB_18031) (© Archiv Bürgerbewegung Leipzig/Christoph Motzer) (© Robert-Havemann-Gesellschaft / RHG_Fo_HAB_17076) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Dirk Vogel/RHG_Fo_HAB_21060)

Leipzig, Herbst 1987. Rainer Müller (21) engagiert sich in verschiedenen Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Leipzig, zum Beispiel im Interner Link: Arbeitskreis Solidarische Kirche, in der Umweltgruppe Borna, der Interner Link: Arbeitsgruppe Menschenrechte um Pfarrer Interner Link: Wonneberger und im Interner Link: Arbeitskreis Gerechtigkeit, zu deren Sprechern er seit 1988 gehört. Er beteiligt sich am Olof-Palme-Friedensmarsch im September 1987 und am Interner Link: Pleiße-Gedenk-Umzug durch die Leipziger Innenstadt am 5. Juni 1988.

Nach den Verhaftungen im Zusammenhang mit der Interner Link: Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am 17. Januar 1988 in Ost-Berlin rufen Rainer Müller und andere Leipziger den Sonnabendskreis ins Leben. Dieser soll die Oppositionsgruppen in der ganzen DDR vernetzen und koordinieren. Im Vorfeld der Interner Link: Leipziger Luxemburg-Liebknecht-Demonstration im Januar 1989 wird Rainer Müller wegen geplanter oppositioneller Aktionen verhaftet.

Zusammen mit Uwe Schwabe demonstriert er zum Abschluss des Sächsischen Kirchentags im Juli 1989 mit einem Transparent, auf dem in chinesischen Schriftzeichen "Demokratie" steht, gegen das von der Interner Link: SED begrüßte Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking und für die Solidarität mit der chinesischen Demokratiebewegung.

Fester Termin der Leipziger Oppositionsgruppen ist das montägliche Interner Link: Friedensgebet in der Nikolaikirche. Im Sommer 1988 beschließt die Kirchenleitung, einige oppositionelle Gruppen von der Gestaltung der Friedensgebete auszuschließen. Rainer Müller verteilt daraufhin Tücher mit der Aufschrift „Redeverbot“, die sich einige vor den Mund binden. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Interner Link: Arbeitskreises Gerechtigkeit machen sie den Kirchenvorplatz zu ihrem Podium, verlesen Informationen und kündigen Veranstaltungen an.

Als es am 7. und 8. Oktober 1989 zu brutalen und erniedrigenden Übergriffen auf festgenommene Demonstranten kommt, verfasst Rainer Müller zusammen mit anderen einen Aufruf gegen Gewalt: „Reagiert auf Friedfertigkeit nicht mit Gewalt! Wir sind ein Volk!“, den sie auf etwa 20.000 Flugblättern verteilen. Nachdem am 9. Oktober 1989 die Interner Link: Montagsdemonstration in Leipzig mit rund 70.000 Teilnehmern friedlich verläuft, wissen sie: Es ist geschafft. Die Regierung muss der Forderung nach demokratischen Reformen nachgeben.

Biografische Angaben zu Rainer Müller finden sie im Interner Link: Personenlexikon.

Fussnoten

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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350