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Dorothea Fischer

Dorothea Fischer

Redaktion

Am 12. April 1981 stirbt Matthias Domaschk während eines zweitägigen Verhörs durch die Staatssicherheit. Der Tod ihres Freundes schockt und radikalisiert die Jugendlichen.

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Jena, Frühling 1981. Am 12. April 1981 stirbt Interner Link: Matthias Domaschk während eines zweitägigen Interner Link: Stasi-Verhörs in Gera. Der Tod ihres Freundes schockiert und radikalisiert die Jugendlichen. Dorothea Fischer, 20 Jahre alt, denkt: „Wenn das die Realität ist, dann muss ich auch krasser werden.“

Dorothea Fischer gehört zu den Begründern der Interner Link: Friedensgemeinschaft (FG) Jena. Sie ist es, die das Konzeptpapier der FG entwirft. Der Initiative ist es wichtig, mit ihren Ideen an die Öffentlichkeit zu treten und zu zeigen, dass eine Interner Link: Friedensbewegung in der DDR existiert. Damit wollen die Mitglieder auch anderen Menschen Mut machen, für ihre Ideen einzustehen.

Im Frühling 1983 ist Dorothea Fischer an einer spektakulären Aktion der FG Jena beteiligt. Zusammen mit Andreas Friedrich, Roland Jahn und anderen Jenensern nimmt sie an einer offiziellen Demonstration zum Gedenken an die Bombardierung Jenas teil. Nur, dass die Gruppe ihre eigenen Transparente dabei hat. Mit Losungen wie „Militarisierung raus aus unserem Leben“ macht sie ihrem Ärger Luft. Dem Staat sind derartige Aktionen ein Dorn im Auge, und er beginnt die Aktion "Interner Link: Gegenschlag“: Durch Observierungen und Verhaftungen will er die jungen Oppositionellen einschüchtern und dazu bringen, Interner Link: Ausreiseanträge zu stellen.

Dorothea Fischer hat mit ihrer Familie bereits vor der Gründung der FG Jena einen Interner Link: Ausreiseantrag gestellt, da ihrem Mann wegen Wehrdienstverweigerung eine lange Haftstrafe droht. Als ihr die Friedensaktionen und die erfahrene Solidarität jedoch Hoffnung auf Veränderungen in der DDR machen, zieht sie den Antrag zurück. Doch der Staat will sie draußen haben. Die Familie muss 1983 gegen ihren Willen innerhalb von drei Tagen ausreisen.

Das Einzige, was Dorothea Fischer trösten kann, ist ein anderes Leben für ihre Kinder. Da sie danach nicht mehr in die DDR einreisen darf, trifft sich die ausgebürgerte Jenenserin mit ihren dagebliebenen Freunden fortan in der Interner Link: Tschechoslowakei.

Biografische Angaben zu Dorothea Fischer finden sie im Interner Link: Personenlexikon.

Fussnoten

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Ausreisewelle

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Der Fall Matthias Domaschk

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Zeitzeuge

Andreas Friedrich

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Schwerter zu Pflugscharen!

Anfang der 1980er wächst in der DDR die Opposition, getrieben vom Wettrüsten der Supermächte. Viele misstrauen der Parole, Frieden sei nur durch Aufrüstung sicher, und fordern ein Ende der…

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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350