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Till Böttcher

Till Böttcher

Redaktion

Till Böttcher kommt 1987 durch den Liedermacher Stefan Krawczyk zur Umwelt-Bibliothek und wird in den engeren Kreis der Drucker aufgenommen. Mit 17 wird er das erste Mal von der Stasi festgenommen.

(© Robert-Havemann-Gesellschaft/BStU, MfS BV Berlin Abt. XX - 2746) (© BStU, MfS, AU 245/90, Bd. 2, Bl. 37) (© Robert-Havemann-Gesellschaft (BStU-Kopie)) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke/RHG_Fo_HAB_10054) (© Robert-Havemann-Gesellschaft (BStU-Kopie) ) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Harald Hauswald/RHG_Fo_HAB_16465) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Harald Hauswald/RHG_Fo_HAB_15062_1) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/BStU, Ast Berlin, Abt. XX 2743 ) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Christian Schulz/RHG_Fo_RDA_02546) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Andreas Kämper/RHG_Fo_AnKae_4320) (© Robert-Havemann-Gesellschaft/Gunnar Uhlenhut )

Berlin, Herbst 1987. Till Böttcher kommt durch den Liedermacher Stefan Krawczyk zur Umwelt-Bibliothek (UB). Nach dessen Konzert in der Berliner Stadtmission der Evangelischen Kirche fragt er ihn, wie und wo man sich in Berlin politisch engagieren könne. Zunächst ist Till Böttcher nur Besucher der UB, doch bald beginnt er, in der Galerie und in der Bibliothek mitzuarbeiten. Schließlich wird er in den engeren Kreis der Drucker aufgenommen, zu dem auch Interner Link: Uta Ihlow und später Interner Link: Frank Ebert gehören.

Als die UB in der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 von der Interner Link: Staatssicherheit überfallen wird, ist auch Till Böttcher anwesend. Er wird „Interner Link: zugeführt“, das heißt: festgenommen. Der damals 17-Jährige erinnert sich heute an die absurde Situation während der Razzia: Im Hintergrund lief nämlich die ganze Zeit „Keine Macht für niemand“, gesungen von der Westberliner Band Ton Steine Scherben. Von der Stasi kommt offensichtlich niemand auf die Idee, den Kassettenrecorder auszuschalten. Till Böttcher wird 23 Stunden festgehalten und verhört, das Ermittlungsverfahren wird jedoch eingestellt.

Seine nächste Begegnung mit der Staatssicherheit findet am 17. Januar 1988 statt, als er mit Interner Link: Andreas Kalk und Interner Link: Bert Schlegel versucht, auf der offiziellen Demonstration zum Gedenken an Interner Link: Rosa Luxemburg und Interner Link: Karl Liebknecht eigene Transparente zu zeigen. Auf ihnen steht ein berühmtes Zitat von Rosa Luxemburg: „Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden“. Till Böttcher wird ins Stasi-Gefängnis in Interner Link: Berlin-Hohenschönhausen gebracht und, obwohl erst 17 Jahre alt, wie ein Erwachsener verurteilt: zu einem Jahr Haft ohne Bewährung.

Dank der Bemühungen der Kirche und des zunehmenden öffentlichen Drucks werden Till Böttcher und sein Freund Andreas Kalk nach drei Wochen Untersuchungshaft entlassen. Bert Schlegel reist in die Bundesrepublik aus und organisiert dort mit Freunden eine Unterstützergruppe für die Berliner UB.

Biografische Angaben zu Till Böttcher finden sie im Interner Link: Personenlexikon.

Fussnoten

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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350