Mauerfall
Günter Schabowskis vorschnelle Antwort setzt die Menge in Bewegung. Als sich die Grenzen am Abend des 9. November 1989 öffnen, kann es keiner wirklich glauben. Dennoch sammeln sich die Menschen an den Grenzübergängen, um zu sehen, was los ist.
Der Tag, der Geschichte schreibt: Am 9. November 1989 feiern Jugendliche am Grenzübergang Friedrichstraße die Öffnung der Mauer.
Am 10. November 1989 stehen Bewohner aus West- und Ost-Berlin auf der Mauerkrone am Brandenburger Tor. 28 Jahre lang ist das Brandenburger Tor das
Symbol für die Teilung der Stadt gewesen. Nun ist es für alle Deutschen zum Greifen nahe. Am 22. Dezember 1989 wird endlich auch die Mauer am Brandenburger Tor geöffnet.
Bewohner aus beiden Teilen der Stadt nehmen die Mauerkrone in der Nähe des Reichstagsgebäudes in Besitz (10. November 1989). DDR-Volkspolizisten
versuchen verzweifelt, die Lage in den Griff zu bekommen.
Noch ein ungewohntes Bild: Ein Westberliner Polizeibeamter (links) und ein DDR-Grenzsoldat stehen gemeinsam am neuen Grenzübergang Potsdamer Platz.
Einreisende DDR Bürger werden am Grenzübergang Helmstedt/Marienborn begrüßt (10. November 1989).
Ausweisdokument mit Stempel vom 9.11.1989, Grenzübergang Bornholmer Straße.
Einreisende DDR Bürger werden am Grenzübergang Helmstedt/Marienborn begrüßt (10. November 1989).
Begrüßung zwischen Ost- und Westberlinern am neuen Grenzübergang Schlesische Straße/Puschkinallee (11. November 1989).
DDR-Bürger gehen über den neuen Grenzübergang Potsdamer Platz nach West-Berlin (12. November 1989).
Grenzverkehr auf der Bornholmer Brücke am 11. November 1989.
In den ersten Novembertagen 1989 hält die
Als das
Der Kameramann Rainer M. Schulz machte am 9. November 1989 die wahrscheinlich frühesten Aufnahmen der Grenzöffnung in der Bornholmer Straße. Schulz
mischte sich mit seinen 17-jährigen Sohn unter die Massen und wartete auf die Öffnung des Schlagbaums.
Der Kameramann Rainer M. Schulz machte am 9. November 1989 die wahrscheinlich frühesten Aufnahmen der Grenzöffnung in der Bornholmer Straße. Als
der Druck der Massen zu groß wurde, öffneten die Grenzer de Schlagbaum und der Jubel der Menschen kannte kein Halten mehr.
Der Kameramann Rainer M. Schulz machte am 9. November 1989 die wahrscheinlich frühesten Aufnahmen der Grenzöffnung in der Bornholmer Straße. Schulz
traute sich vor der Öffnung der Tore nicht die Grenzer zu fotografieren. Als er realisierte wie hilflos sie sind, hielt er die Paralyse der Staatsmacht mit seiner Kamera fest.
Der Kameramann Rainer M. Schulz machte am 9. November 1989 die wahrscheinlich frühesten Aufnahmen der Grenzöffnung in der Bornholmer Straße.
Westberliner begrüßen die DDR-Bürger in der Nacht des 9. Novembers 1989 auf dem Kurfürstendamm. Im Hintergrund ist die Leuchtreklame des Cafés
des Westens zu erkennen.
Wie im Film: Die Grenzen öffnen sich, und keiner kann's glauben
An den Grenzübergangsstellen in Ost-Berlin sammeln sich am Abend immer mehr Menschen, um die versprochene
Kurze Zeit später fallen auch an den anderen Berliner und innerdeutschen Grenzübergängen die Barrieren. Die eingesperrten DDR-Bürger überrennen vielerorts die Grenze. Einige wenige gehen auch von West nach Ost über die Grenze: ausgereiste oder ausgebürgerte ehemalige DDR-Bürger. Sie können nun zum ersten Mal in ihre alte Heimat zurück. (Unter ihnen auch Dorothea Fischer, die im Zeitzeugen-Video über den
Der Fall der Mauer und die Reise von Millionen DDR-Bürgern in die Bundesrepublik tragen erheblich dazu bei, dass die Forderung nach der Wiedervereinigung immer lauter artikuliert wird – und den Wunsch nach einer Reformierung der DDR zusehends verschwinden lässt.
Die Öffnung der Grenze kommt für alle überraschend. Tausende Ostberliner fahren zum ersten Mal in ihrem Leben nach Westberlin. Andere brauchen Wochen, um die neue Situation zu verarbeiten.
„Das war ganz eindrücklich. An dem Abend gab es eine Feier bei uns, bei mir zu Hause in der Wohnung. Während der Zeit hatten wir ganz viel den Fernseher angemacht, um das mit den Demos in Leipzig zu gucken. Was passierte da überhaupt in der DDR? Dann kam im Fernsehen eine Nachricht, dass die Grenzübergänge passierbar sind, dass sich die
Dorothea Fischer, Zeitzeugin auf www.jugendopposition.de
Produktion: 2004
Spieldauer: 2 Min.
© 2004 Robert-Havemann-Gesellschaft & Bundeszentrale für politische Bildung
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350