Jurek Becker
Jurek Becker (geb. 1937), Überlebender der KZs Ravensbrück und Sachsenhausen, zog nach dem Krieg nach Berlin. Dort studierte der jüdisch-polnische Schriftsteller von 1957 bis 1960 Philosophie.
Am 17. November 1976 gehört Jurek Becker zu den Erstunterzeichnern des Offenen Briefs gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Am selben Abend
verliest er diesen Brief bei einer Lesung im Jenaer Klub der Intelligenz. Am 18. November schreiben Mitglieder der Jungen Gemeinde Jena den Offenen Brief der Berliner Künstler ab und sammeln Unterschriften, um eine Rücknahme der Ausbürgerung zu bewirken. Im Bild Jurek Becker am 15. juni 1992 während eines Interviews zu seinem neuen Buch "Amanda herzlos" in seiner Kreuzberger Wohnung.
Jurek Becker am 15. November 1973 auf dem VII. Schriftstellerkongress in Berlin. Am 17. November 1976 gehört Jurek Becker zu den Erstunterzeichnern
des Offenen Briefs gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Am selben Abend verließt er diesen Brief bei einer Lesung in Jena.
Jurek Becker (2.v.l.) auf der "Berliner Begegnung zur Friedensförderung" in Berlin 1981. Neben Jurek Becker nehmen Günter Grass (l.), Grigorij
Baklanow (2.v.r.) und Daniil Granin (r.) am Gesprächsforum teil.
"40 Jahre deutsch-deutsche Literatur - Versuch einer Bilanz" ist der Titel einer Diskussionsveranstaltung im Juni 1990 in der Akademie der Künste der
DDR, die in Zusammenarbeit mit der Westberliner Akademie der Künste organisiert wurde. An der Diskussion nehmen deutsche Schriftsteller und Dichter teil. Hier Gesprächsleiter Wolfgang Emmerich (l.), mit Christa Wolf (m.) und Jurek Becker (r.).
Am 17. November 1976 gehört Jurek Becker zu den Erstunterzeichnern des Offenen Briefs gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Am selben Abend hält der Schriftsteller eine Lesung in Jena. Dort verliest er ebendiesen Brief, den man ihm kurz zuvor erst am Telefon vorgelesen hatte, vor Dutzenden Zuhörern. Gemeinsam mit seinem Publikum diskutiert er die Ausweisung des Liedermachers, bis der Veranstalter aus Angst vor den Folgen die Lesung abbricht.
Jurek Becker, den eine enge Freundschaft mit dem Schauspieler
1977 tritt Jurek Becker aus dem DDR-Schriftstellerverband aus. Daraufhin wirft ihn die SED aus der Partei. Im selben Jahr siedelt er in die Bundesrepublik über, wo er weiter erfolgreich als Drehbuchautor („Liebling Kreuzberg“) und Schriftsteller arbeitet. Jurek Becker stirbt 1997 in Berlin.
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350