Offener Brief prominenter Künstlerinnen und Künstler
Zwölf namhafte Künstler der DDR protestieren mit einem offenen Brief gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Immer mehr Menschen schließen sich DDR-weit mit ihrer Unterschrift diesen Protesten an.
„Wir protestieren“: Offener Brief der Berliner Künstler mit der Bitte um die Rücknahme der Ausbürgerung Wolf Biermanns vom 17. November 1976.
Klaus Schlesinger Mitte der 1970er Jahre.
Franz Fühmann, 1975.
Wie viele andere namhafte Künstlerinnen und Künstler unterzeichnet auch der Dramatiker und Nationalpreisträger Heiner Müller 1976 den Offenen
Brief gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Im Bild: Heiner Müller am 3. März 1983 bei einer Lesung in der privaten Wohnungsgalerie der Familie Bahß.
Hans Joachim Schädlich, Mitte der 1970er Jahre.
1976 protestiert Christa Wolf mit Ihrer Unterschrift unter dem Offenen Brief gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann. Im Bild Christa Wolf am 29.
Oktober 1989 bei einer Veranstaltung in der Erlöserkirche in Ost-Berlin. Vor 4.000 Zuhörern fordern Künstler der DDR von der Einheitspartei SED die Aufgabe des Anspruchs der Alleinvertretung. Unter dem tosenden Beifall der Besucher in der überfüllten Kirche benennt Christa Wolf den Stalinismus als das Grundübel des Staates.
Der Schriftsteller Ulrich Plenzdorf, hier am 11. Mai 1973 bei eine Autorenlesung seiner Romanfassung des Theaterstückes „Die neuen Leiden des
jungen W“ im Filmtheater Kosmos, unterschreibt den Offenen Brief gegen die Biermann-Ausbürgerung.
Der Schriftsteller und Lyriker Stephan Hermlin ist einer der Hauptinitiatoren und der Verfasser des Offenen Briefs, mit dem die DDR-Künstlerprominenz
1976 Stellung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns bezieht. Im Bild redet Stefan Hermlin am 29. Oktober 1989 auf einer Veranstaltung in der Ostberliner Erlöserkirche, auf der prominente Künstlerinnen und Künstler die SED zur Aufgabe ihres Alleinvertretungsanspruchs auffordern.
Wie viele andere namhafte Künstlerinnen und Künstler unterzeichnet auch der Schriftsteller Volker Braun 1976 den Offenen Brief gegen die
Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Im Bild: Volker Braun zu Beginn der 1990er Jahre.
Nach der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann unterzeichnet auch Stefan Heym den Offenen Brief namhafter Künstlerinnen und Künstler der
DDR. Im Bild Stefan am 4. November 1989 bei der Demonstration auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin.
Zwölf namhafte Künstlerinnen und Künstler protestieren im November 1976 mit ihrer Unterschrift gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Der Schriftsteller
Mehr als andere fühlen sich die Intellektuellen von der Ausbürgerungsaktion betroffen: Heute Biermann – morgen ein anderer Künstler, so denken sie. Stefan Heym befürchtet, dass sich „das Ausbürgern jetzt einbürgern“ wird und dass der Staat nun auf jede Kritik mit den härtesten Mitteln reagiert. Stephan Hermlin versucht zusammen mit Stefan Heym, das Parteiorgan
Jetzt schließen sich den öffentlichen Protesten immer mehr Prominente an. Die Parteiführung reagiert äußert nervös: Selbst die Kinder der Unterzeichner des Briefs werden von der
Die Verbreitung des Offenen Briefs wird aber auch von jungen, noch nicht so etablierten Künstler unterstützt, zum Beispiel vom Schriftsteller
Weitere Inhalte
Die Texte von www.jugendopposition.de sind in Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung und der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. entstanden. Weitere Angaben zu den Autorinnen und Autoren finden Sie im Impressum.
Kontakt zur Redaktion von www.jugendopposition.de: E-Mail Link: info@jugendopposition.de
Für den Hinweis auf Texte von www.jugendopposition.de, die keine konkrete Autorin/ keinen konkreten Autor genannt haben, empfehlen wir folgende Zitierweise (Beispiel):
„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350