Themenübergreifend
Die Berliner Mauer
Eine Dokumentation über die Geschehnisse vor und nach dem
Feindbilder - Die Fotos und Videos der Stasi
Anhand von zahlreichen Fotos, Filmausschnitten und Interviews werden die Ziele des totalitären Überwachungsstaates DDR und die Methoden seines Geheimapparates durchleuchtet. Durch die Unterteilung des Films in kurze, getrennt ansteuerbare Kapitel eignet sich die Dokumentation besonders gut für den Schulunterricht und für die Erwachsenenbildung. Als Bonusmaterial findet sich ein Interview mit dem 1976 aus der DDR ausgebürgerten Liedermacher Wolf Biermann. Didaktische Materialien runden das Angebot ab. Die DVD von 2006, die auch wichtige Hintergrundinformationen zu dem preisgekrönten deutschen Spielfilm „Das Leben der Anderen“ liefert, ist bei der Bundeszentrale für politische Bildung nicht mehr zu beziehen. Eventuell ist sie über Landesbildstellen, Bibliotheken etc. ausleihbar oder antiquarisch erhältlich.
Feindberührung - Die filmische Aufbereitung eines „Freundesverrats“
Als IM "Hans Kramer" berichtete Hartmut Rosinger der DDR-Geheimpolizei Stasi folgenreich über seinen Freund Peter Wulkau. 30 Jahre danach treffen sich beide wieder und versuchen mühsam einen Dialog. Externer Link: Der Film ist über die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung abrufbar.
GJWH - Material zum Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau/DDR
Jugendhilfe und Heimerziehung werden nach der Gründung der DDR zentralisiert und dem sowjetischen Pädagogikmodell angepasst. In der Zeit der
„Es kommt der Tag, da bin ich wieder frei“
Biografische Instagram-Erzählreihe, die sich dem Lebensweg eines Jugendlichen in der DDR widmet, der aufgrund seines als unangepasst geltenden Verhaltens zwangsweise in ein Heim zur Umerziehung eingewiesen wurde. Seine Biografie steht exemplarisch für rund 135.000 weitere Kinder und Jugendliche, die von der menschenverachtenden Umerziehungspraxis in der DDR betroffen waren. Der Titel des Projektes basiert auf einer Zelleninschrift. Das digitale und interaktive Bildungsangebot wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Externer Link: Die Reihe ist über den Kanal der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau abrufbar.
Lebensläufe. Die Geschichte der Kinder von Golzow in einzelnen Portraits, 1961-2007
Die international längste filmische Dokumentation über den Lebensweg von 18 Schülern aus dem brandenburgischen Golzow im Oderbruch. Die ersten Filme entstehen ab 1961 im Auftrag der DEFA: Sie sollen eine Generation auf Ihrem Weg in die sozialistische Gesellschaft zeigen. Doch die persönlichen Geschichten der einzelnen Menschen erzählen keine eindimensionalen Erfolgsgeschichten. Sie zeichnen über einen Zeitraum von 46 Jahren ein sehr viel komplexeres Bild von der DDR und auch von den Umbrüchen nach 1989 – sie reflektieren ein Stück Zeitgeschichte im individuellen Schicksal. Der Filmzyklus ist mit 18 DVDs im Handel erhältlich. Externer Link: Drei Teile der Langzeitdokumentation sind über die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung verfügbar.
Jeder schweigt von etwas anderem
Die Dokumentation von 2006 wendet sich einem häufig vernachlässigten Thema deutsch-deutscher Geschichte zu, dem schwierigen Verhältnis ehemaliger politischer Häftlinge der DDR zu ihren im Westen aufgewachsenen Kindern. Exemplarisch werden drei Familien aus der geschätzten Zahl von 250.000 politischen Gefangenen der DDR herausgestellt: Drei Generationen werden mit dem schwierigen Umgang der Erlebnisse konfrontiert. Mit seinem ausführlichen Begleitmaterial eignet sich der Film besonders gut für die Bildungsarbeit und den Schulunterricht. Externer Link: Der Film ist über die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung abrufbar.
Opposition in der DDR - Biografien des Aufbegehrens
Der Dokumentarfilm "Opposition in der DDR - Biografien des Aufbegehrens" porträtiert das Leben von sechs Menschen, die sich gegen das
Ein Volk unter Verdacht – Die Staatssicherheit der DDR
Was war die
Freie Wahlen!
4 Schüler gegen Stalin. Eine Nachkriegsgeschichte aus Altenburg
Der Dokumentarfilm von 2005 dokumentiert das radikale Vorgehen der SED gegen oppositionelle Gruppen mit dem Fokus auf die frühen Jahre der DDR. Durch das umfangreiche Begleitmaterial eignet sich die Dokumentation vor allem für den Schulunterricht. Vier Schüler strahlen 1949 mit ihrem selbst gebastelten Sender ein eigenes Programm aus. Anlass ist der 70. Geburtstag von
Loretta Walz: Im Schatten des Gulag - Als Deutsche unter Stalin geboren
An ein Leben im Schatten des
Volksaufstand
Helden ohne Ruhm. Der 17. Juni 1953
Der Dokumentarfilm von 2003 ist zu empfehlen, weil er auch Nebenschauplätze erfasst und diese mit Bildern und Zeitzeugen dokumentiert. Der Film erzählt von Vorgängen in Bitterfeld, Leipzig, Halle, Görlitz, Magdeburg, Jena, Zodel und Rathenow. Kleine Geschichten werden mit Interviews, Filmen und Fotos illustriert. Der Film erhielt 2004 den Bayrischen Fernsehpreis.
Der 17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR. Wir wollen freie Menschen sein!
Der Film "Wir wollen freie Menschen sein" von 2013 nimmt den 17. Juni 1953 dokumentarisch in den Blick. Stellvertretend für die DDR bereitet die Regisseurin und DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier die Entwicklung in Leipzig spannend und verständlich auch für ein jüngeres Publikum auf. Erinnert wird an die Toten des Aufstandes sowie an die Situation, die zum Volksaufstand führte. Die Vorgänge in Stadt und Staat werden in ihrer ganzen Dramatik geschildert. Externer Link: Die Dokumentation mit pädagogischem Begleitmaterial für den Schulunterricht ist gegen eine Schutzgebühr bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung erhältlich.
Die Mauer muss weg!
Gegen die Grenze. Das Leben des Michael Gartenschläger
Gartenschläger wird als Jugendlicher in einem
Geboren 1955 – erschossen 1966. Der Tod eines Zehnjährigen an der Berliner Mauer
1966 werden an der Ostberliner Mauer zwei Kinder erschossen. Einer von ihnen ist der 10-Jährige Jörg Hartmann. In der offiziellen Version der DDR-Behörden heißt es: Tod durch Ertrinken. In der DDR wird das wahre Geschehen verschleiert, weil die militärisch und politisch Verantwortlichen nicht zugeben wollen, dass an der Mauer auf Kinder geschossen wird. Erst 31 Jahre später, bei der Verhandlung gegen die Mauerschützen, erfahren die Angehörigen was wirklich geschehen ist. Der Dokumentarfilm von 2001 zeichnet die Geschehnisse und das Schicksal der beiden Jungen nach.
Revolte am Ostseestrand: Die wahre Geschichte der Glatzkopfbande
Nach 40 Jahren rekonstruiert die MDR-Dokumentation von Jürgen Ast und Inge Bennewitz von 2002 den Fall der "Glatzkopfbande". In dem Film kommen die damals Verurteilten zu Wort und sprechen erstmals öffentlich über ihr erlittenes Schicksal, über Rock 'n Roll, Verhöre, Stasi-Knast,
Der Mauerbau im DDR-Unterricht
Zum Leben mit der Mauer gehörte in der DDR auch die Behandlung des Themas im Schulunterricht. Der so genannte "antiimperialistische Schutzwall" mit seinen politischen Konsequenzen und seiner Symbolik bedurfte der steten Legitimation. Am Beispiel einer Unterrichtsaufzeichnung an der Berliner Humboldt-Universität aus dem Jahr 1977 wird deutlich, wie das Lernziel - dass die Errichtung der Mauer ein Beitrag zur Sicherung des Friedens sei - den Schülerinnen und Schülern nahe gebracht worden ist. Externer Link: Die komplette Unterrichtsstunde, die mit Videokameras aufgezeichnet wurde, ist bei der Bundesstiftung Aufarbeitung abrufbar. Externer Link: Begleitende Unterrichtsmaterialien sind mit Originalquellen und Interviews von Beteiligten sind dort ebenfalls verfügbar.
Hände weg von Prag!
Allein gegen die Stasi oder Das teuerste Flugblatt der Welt
Ein Film von 2008, der das absurde Katz und Maus Spiel zwischen zwei Studenten und der Stasi dokumentiert. Rainer Schottlaender und Michael Müller führen das
Für Mick Jagger in den Knast
Mit ihrem umfangreichen Begleitmaterial eignet sich diese Dokumentation aus dem Jahr 2006 besonders für die schulische Bildung. Am 7. Oktober 1969, dem 20. Geburtstag der DDR, verbreitet sich unter Jugendlichen ein Gerücht: Die
Holt Biermann zurück!
Biermann und die Folgen
Am 16. November 1976 ist der regimekritische Liedermacher Wolf Biermann aus der DDR ausgebürgert worden. Die Folgen erweisen sich als gravierend, nicht nur für Künstler und Künstlerinnen in der gesamten DDR, wo ein kultureller Exodus beginnt. Auch gesellschaftspolitisch brechen in der DDR Gräben auf. Eine Schwerpunktsendung von Kennzeichen D vom 1. Dezember 1976. Externer Link: Abrufbar über die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung.
Wittstock statt Woodstock
Mitte der 1970er-Jahre erreicht die Hippiebewegung in der DDR ihren Höhepunkt. In der Vergötterung der westlichen Popkultur spiegelt sich die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung. Namenhafte Publizisten, Musiker, Alltagsforscher und Szene-Aktivisten erzählen in dieser Dokumentation von 2005 von den "kleinen Fluchten" innerhalb der DDR.
Schwerter zu Pflugscharen!
Ost Punk - too much future
Dokumentarfilm aus dem Jahr 2007 über die Ost-Punk-Bewegung mit einer Mischung aus aktuellen Aufnahmen, Interviews und historischen Filmausschnitten. Der Film ist das Porträt einer kraftvollen musikalischen Subkultur und ihrer Repressionsgeschichte. Die DVD ist im Handel erhältlich. Externer Link: Ein Filmheft zum Film ist bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestell- und downloadbar.
Flüstern und Schreien
Ein dokumentarisches Roadmovie von 1988 durch die Underground-Musikszene der DDR: Regisseur Dieter Schumann begleitet Bands wie Feeling B und Chicoreé auf ihren Konzerttourneen quer durch ein Land im Aufruhr. Externer Link: Der Film ist über die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung abrufbar.
Tod im Stasiknast. Warum starb Matthias Domaschk?
Durch das umfangreiche Begleitmaterial eignet sich diese Dokumentation von 2006 besonders gut für den Schulunterricht und für die Erwachsenenbildung. Am 10. April 1981 wird
Menschenrechte
DDR und Bürgerrechte / Folge 2: Kirchen und Religionsfreiheit
Eine dreiteilige Dokumentation von 2003 – mit Berichten von Zeitzeugen – für das Schulfernsehen mit dem Thema "DDR und Bürgerrechte". Die zweite Folge behandelt den Zusammenhang von Kirchen und Religionsfreiheit. Zu beziehen über die Landesmedienzentren.
"Fürchtet euch nicht" - Christen in der DDR
Was wäre passiert, wenn die Kirche während der 'Zeitenwende' nicht zur Gewaltlosigkeit aufgerufen hätte? Christen haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Revolution in der DDR einen friedlichen Verlauf nahm. Der 2009 produzierte Film von Gerold Hofmann erzählt von Menschen, die in der atheistischen DDR ihren christlichen Glauben bewahrt haben und deshalb in ihrem Leben vielfach benachteiligt wurden. Doch unter dem schützenden Dach der Kirche konnten Christen und Nichtchristen ihre oppositionelle Arbeit gegen den Staat entfalten und durch aktives politisches Handeln den Untergang des totalitären Staates beschleunigen. Die Schülerinnen und Schüler können durch diesen didaktisch aufbereiteten Film nachvollziehen, was Christsein in einem totalitären Staat bedeutet und sich, auch mithilfe von vertiefendem Arbeitsmaterial, damit auseinandersetzen, wie christlicher Glaube und politische Verantwortung zusammenhängen. Externer Link: Die Dokumentation ist über das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht verfügbar.
Im Namen des Herrn. Kirche, Pop und Sozialismus
Die Dokumentation von Michael Rauhut und Tom Franke zeichnet die Entwicklung dieser brisanten Symbiose aus Kirche und Oppositionsbewegung von den fünfziger Jahren bis zum
Revolution
Der Fall der Mauer - Eine deutsche Geschichte
Durch Originalaufnahmen werden die Ereignisse von 1989 in diesem Dokumentarfilm von 2004 filmisch nacherzählt, dadurch entstehen bewegte und bewegende Bilder. Aus dem Originalmaterial des Kamerateams von Spiegel TV wird die Flucht der DDR-Bürger im Spätsommer über Ungarn in den Westen, das 40-jährige Staatsjubiläum der DDR, der Fall der Mauer und die Revolution rekonstruiert. Die DVD ist im Handel erhältlich.
Kontraste auf den Spuren einer Diktatur
Das Politikmagazin Kontraste begleitet die Zeit des Aufbruchs in Ostdeutschland ab 1987, die Revolution von 1989/90 und den Kampf um die Aufklärung der DDR-Diktatur kritisch. Externer Link: Eine 2005 getroffene Auswahl dieser Beiträge sind - angereichert mit ausführlichen Hintergrundinformationen - auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung verfügbar.
1989/90 - Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit
Die Dokumentation von 2007 eignet sich durch das umfangreiche Begleitmaterial besonders gut für die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Quellenreiche Arbeitsblätter, Tipps für Projekte und Medienkommentare helfen bei der Erschließung des Themas im Unterricht. Anhand von Dokumentarfilmen, Nachrichtendokumenten, Zeitzeugeninterviews und Bildmaterialien werden Ursachen, Besonderheiten und Verlauf der Friedlichen Revolution in der DDR erörtert. Die DVD ist eine Koproduktion der Bundesstiftung Aufarbeitung mit dem FWU.
1989 - Aufbruch ins Ungewisse
Mit dem Blick auf die Provinzen eröffnet diese Dokumentation aus dem Jahr 2009 eine neue Perspektive auf die Geschehnisse der Friedlichen Revolution 1989. Durch den begleitenden Internetauftritt und die Zeitzeugengespräche eignet sich der Film auch für die schulische Bildung. In der vierteiligen Produktion stehen nicht Berlin und Leipzig im Mittelpunkt der Betrachtung, sondern Schauplätze wie Görlitz, Arnstadt, Wernigerode oder Stendal. Durch die Recherchen in Lokalarchiven, den Aufruf an Amateurfotografen, Hobbyfilmer und Zeitzeugen entstehen laufend neue Bilder. Die MDR-Dokumentation ist nur noch antiquarisch erhältlich.