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Durch einen Zufall habe ich Freunde kennengelernt, die in so eine Kirchengemeinde gingen regelmäßig, in die Berliner Stadtmission. Bin da mal mitgegangen, fand das total spannend, wie da diskutiert wurde über alle möglichen Themen, auch die Bibel, und das wurde zu einer Regelmäßigkeit. Und im Laufe dieser Geschichte haben wir mal Konzerte besucht, also eh Veranstaltungen und unter anderem Konzerte von Stefan Krawczyk und
Was war das konkrete Ziel der Umwelt-Bibliothek?
Im Grunde, den gesellschaftlichen Diskussionsprozess anzustoßen, die Menschenrechte zur Sprache zu bringen, die Situation in der DDR, und den Menschen, die es interessierte, halt Literatur zur Verfügung zu stellen, die sonst in der DDR nicht zu kriegen war. Also, es gab ja sehr gute Kontakte zu allen möglichen Organisationen, Instituten in Westdeutschland, in Europa, und von dort aus wurden wir auch mit Literatur versorgt, die wirklich anders nicht zu bekommen war in der DDR, die höchstens vielleicht in den Giftschränken der Nationalbibliothek vergammelte, aber sonst nicht frei zugänglich war. Und wir haben die gesammelt und zur Verfügung gestellt.
Anfänglich habe ich ganz normalen Bibliotheksdienst betrieben, das war ja wichtig, dass da jeden Abend jemand war, der die Leute betreut hat, der dafür da war, dass überhaupt offen war. Und später haben wir ja dann eine Galerie gegründet, an der ich auch maßgeblich beteiligt war, und eine Zeitung verfasst, die „Umweltblätter“, in deren Redaktion ich dann auch sozusagen mitmachte.
Till Böttcher, Zeitzeuge auf www.jugendopposition.de
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Produktion: 2004
Spieldauer: 3 Min.
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