Am 4. September 1989 verabschieden linksgerichtete Oppositionelle einen Aufruf unter dem Titel „Für eine vereinigte Linke“, der als „Interner Link: Böhlener Plattform“ bekannt wird. Sie fordern die Erneuerung des Interner Link: Sozialismus' auf demokratischer Grundlage unter Beibehaltung des gesellschaftlichen Eigentums an Produktionsmitteln sowie den ökologischen Umbau der Industriegesellschaft.
Auf dem ersten Treffen am 2. Oktober 1989 in Berlin wird eine Koordinierungsgruppe gebildet, die ein DDR-weites Arbeitstreffen aller an diesem Zusammenschluss Interessierten vorbereiten soll. Zu diesem Treffen am 25. und 26. November 1989 im Berliner Haus der Jungen Talente versammeln sich 500 Teilnehmer. Bis Dezember 1989 schließen sich zahlreiche Gruppen und Personen an, darunter auch christlich orientierte Linke und Interner Link: SED-Mitglieder. Eigenen Schätzungen zufolge hat die Interner Link: VL zu diesem Zeitpunkt circa 1.500 bis 2.000 Mitglieder in verschiedenen Städten der DDR.
Am Zentralen Runden Tisch ist die Interner Link: Vereinigte Linke mit Thomas Klein, Bernd Gehrke und Judith "Jutta" Braband vertreten. Eine Beteiligung an der Modrow-Regierung im Februar 1990 lehnt sie im Gegensatz zu den anderen oppositionellen Bürgerbewegungen und Parteien ab.
Zur ersten freien Volkskammerwahl im März 1990 geht die VL mit der Partei Die Nelken eine Listenvereinigung unter dem Namen Aktionsbündnis Interner Link: Vereinigte Linke (AVL) ein und kann mit einem Sitz in dieses Gremium einziehen.