Fluchthelfer
geboren am 22. Februar 1955 in Eisleben
Ab seinem zweiten Lebensjahr verbringt
1970
verlässt er die Schule in Bernburg nach der achten Klasse, beginnt eine Lehre zum Eisenbahnbautechniker und arbeitet anschließend im
1973
kündigt er, zieht nach Sangerhausen und arbeitet als Hausmeister in einem Kino. Er findet Freunde in der
1975
zieht Boost in eine Wohngemeinschaft nach Jena und arbeitet als Berufskraftfahrer im Bereitschaftsdienst der Universität. Er hat Kontakt zur oppositionellen Szene, unter anderem zur
1978
stellt er wie viele seiner Freunde und Bekannten einen
1981
Im April plant er gemeinsam mit einem Freund die Flucht zu Fuß über den Grenzzaun bei Werningerode/Schierke im Harz. Kurz vor dem Aufbruch bekommt Boost den Bescheid, dass sein Ausreiseantrag bearbeitet wird, und bricht den Plan ab. Im Sommer kann er nach West-Berlin ausreisen und findet Arbeit als Lkw-Fahrer.
1982
gelingt es ihm, einen befreundeten Medizinstudenten aus Jena mit seinem Auto, einer alten Ente, an einer vereinbarten Stelle auf der Transitautobahn abzuholen, hinter der Rückbank im Kofferraum zu verstecken und unbemerkt über die Grenze bei Eisenach zu schmuggeln.
1983
zieht Boost nach Gelsenkirchen um, weil er fürchtet, die
1987
beginnt er ein Fotodesign-Studium an der Fachhochschule in Dortmund.
1994
kehrt er nach Berlin zurück und arbeitet als Hausmeister, nebenbei fotografiert er.