Stefan Müller

Stefan Müller

DDR-Interner Link: Opposition

geboren am 23. Februar 1966 in Leipzig,

aufgewachsen im Mansfelder Land (Seeburg am Süßen See) als Sohn eines Pfarrers und einer Konsumverkäuferin,
nicht in die Interner Link: Pionierorganisation und in die Interner Link: FDJ eingetreten, keine Interner Link: Jugendweihe

1981
Politische Probleme in der Schule, weil er das Symbol der unabhängigen Interner Link: Friedensbewegung in der DDR "Schwerter zu Pflugscharen" am Ärmel trägt. Er muss den Aufnäher abtrennen, und trägt nun als Zeichen des Protestes einen leeren weißen Kreis. Für die Abiturklasse wird er nicht zugelassen.

1982-1984
Lehre als Maschinen-und Anlagenmonteur im Interner Link: VEB Chemiekombinat Bitterfeld

1984-1989
Diakonausbildung (Grundausbildung in Neinstedt/Harz, Spezialausbildung in Berlin-Weißensee) gemeinsam mit Stephan Neuß, Interner Link: Michael Heinisch und Mario Schatta. Praktikum bei Lorenz Postler im "Alösa-Keller", dem Treffpunkt der Punks (Interner Link: Offene Arbeit) auf dem Gelände der Interner Link: Erlöserkirche in Berlin-Rummelsburg.

ab 1987
Interner Link: Freundeskreis Wehrdiensttotalverweigerer, gestaltet u.a. die Interner Link: Fürbittgottesdienste für Kriegsdienstverweigerer "Beten für das Leben" in der Interner Link: Erlöserkirche mit.

am 26.06.1988
Gemeinsamer Entwurf mit dem Freundeskreis Wehrdiensttotalverweigerer des Denkmals "Dem unbekannten Deserteur", errichtet 26.06.1998 bei der Interner Link: Friedenswerkstatt in der Erlöser-Gemeinde in Lichtenberg

1989
Beteiligt an Demonstrationen vor der Chinesischen Botschaft und anderen Protesten gegen die blutige Niederschlagung des Studentenaufstands in Peking.
Mitinitiator der Demonstrationen gegen den Wahlbetrug in Ost-Berlin. In diesem Zusammenhang wird er am 7. September am Brunnen auf dem Alexanderplatz festgenommen. Ihm wird bei der Verhaftung von einem Mitarbeiter der ostdeutschen Geheimpolizei mutwillig der Arm gebrochen.
Beteiligt an der Herstellung des Flugblatts "40-Quark-Geldschein".
Mitarbeit beim oppositionellen Kontakttelefon in der Gethsemane-Gemeinde in Ost-Berlin

1990
Sozialdiakon in der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Friedrichsfelde.

September: Beteiligung an der Besetzung des Archivs der früheren Interner Link: Stasi-Zentrale in Berlin

1990-2007
Sozialpädagoge im Jugendnotdienst

2000-2004
Studium an der UdK Berlin, Abschluss als Theaterpädagoge (Master of Arts)

2007-2024
Sozialpädagoge im Kindernotdienst

Seit 2024
Sozialarbeiter im Sozialpsychiatrischen Dienst Kreuzberg

Fussnoten

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