deutscher Politiker (Interner Link: SED), Generalsekretär und Vorsitzender des Interner Link: Staatsrates in der DDR
geboren am 19. März 1937 in Kolberg/ Pommern
1955
Mitglied der SED
1957-1959
Nach einer Ausbildung zum Lehrer bei der Interner Link: Nationalen Volksarmee.
1967
Diplom in Gesellschaftswissenschaften an der Parteihochschule der Interner Link: KPdSU in Moskau.
1974
Krenz wird 1. Sekretär des Zentralrates der Interner Link: FDJ.
1983
Interner Link: ZK-Sekretär und Vollmitglied des SED-Interner Link: Politbüros,1984 übernimmt er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Staatsrates.
1989
Krenz löst am 18.10. nach wachsenden Protesten in der Bevölkerung Interner Link: Honecker als Generalsekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED und Vorsitzenden des Staatsrates und des nationalen Verteidigungsrates ab; in der Folge versucht er vergeblich, die SED durch Reformen an der Macht zu halten.
Aufgrund des wachsenden Drucks tritt ein Großteil des SED-Interner Link: Politbüros am 7./8. November zurück; am 9. November wird die DDR-Grenze zu Berlin und der Bundesrepublik geöffnet. Weitere Demonstrationen führen am 3. Dezember 1989 zum Rücktritt des Zentralkomitees (ZK) der SED und des gesamten Politbüros mit Krenz als Generalsekretär. Noch bis zum 6. Dezember 1989 bleibt Krenz Vorsitzender des Staatsrates.
1990
Die SED-Nachfolgepartei PDS schließt Krenz aus ihren Reihen aus.
1991
Krenz fungiert vor allem als Zeuge in Prozessen gegen Führungskräfte in der SED.
1995
Anklage wegen „Totschlags und Mitverantwortung für das Grenzregime der DDR“.
1997
Verurteilung zu sechseinhalb Jahren Haft wegen Totschlags in vier Fällen; Haftantritt im Jahr 2000.
Angaben basieren auf: Müller-Enbergs/Wielgohs/Hoffmann: "Wer war wer in der DDR? Ein biographisches Lexikon", Ch. Links Verlag, Berlin 2000 und „Interner Link: Egon Krenz", Int. Biographisches Archiv. Mit freundlicher Genehmigung der Munzinger-Archiv GmbH.