Bettina Wegner
Bettina Wegner unterschrieb als eine der Ersten gegen Biermanns Ausbürgerung. Die Folge: Die Stasi verschärfte die Überwachung massiv und schränkte ihre Auftrittsmöglichkeiten weiter ein.
Passfoto von Bettina Wegner aus den Stasi-Akten.
Flugblatt, welches Bettina Wegner geschrieben und in der Mühlenstraße in Berlin Pankow verteilt hat. „Dass da sozialistische Länder in ein
anderes sozialistisches Land einmarschieren, das konnte ich nicht einfach so hinnehmen.“
Flugblatt, welches Bettina Wegner geschrieben und in der Mühlenstraße in Berlin Pankow verteilt hat. „Dass da sozialistische Länder in ein
anderes sozialistisches Land einmarschieren, das konnte ich nicht einfach so hinnehmen.“
Das Lied „Für meine weggegangenen Freunde“ schreibt Bettina Wegner 1978. Nach der Biermann Ausbürgerung und den darauf folgenden Repressalien
gegen Protestierende verlassen viele Intellektuelle das Land Richtung Bundesrepublik.
Bettina Wegner ist auf dem Weg, eine erfolgreiche Liedersängerin zu werden. Ihr Song „Sind so kleine Hände“ von 1978 wird als Aufruf zu einer
Erziehung ohne Gewalt in ganz Deutschland bekannt.
Bettina Wegner bei einem kleinen Konzert in einer Privatwohnung.
Im Konzert 1982. Auftrittsverbote in der DDR und Verfolgung durch das MfS gehören zu Bettina Wegners Alltag. Nachdem gegen sie ein
Ermittlungsverfahren wegen angeblichen Zollvergehens eingeleitet worden ist, muss sie viermal in der Woche zur Vernehmung. Schließlich geht sie 1983 nach West-Berlin.
Die Unterzeichnung des Offenen Briefs gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns ist für die Musikerin Bettina Wegner nicht nur eine politische, sondern auch eine persönliche Angelegenheit: Als kritische Liedermacherin steht auch sie schon seit Jahren unter ständiger Beobachtung der
Bettina Wegner, geboren 1947, ist eine der Mitbegründerinnen des späteren
Im November 1976 ist Bettina Wegner eine der ersten, die ihre Unterschrift unter den Offenen Brief der Künstler gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann setzen. Die Folgen: noch stärkere Einschränkung der Arbeits- und Auftrittsmöglichkeiten sowie verschärfte Observation durch die Stasi. 1978 veröffentlicht sie ihre Platte „Sind so kleine Hände“ in der Bundesrepublik. Mit ihrem kritisch-nachdenklichen Song „Kinder“ hat sie dort beträchtlichen Erfolg.
Fünf Jahre später ist der Druck auf Bettina Wegner so stark, dass sie im Juni 1983 nach West-Berlin ausreist. Die DDR-Behörden versuchen kurz vorher, ihr ein Ermittlungsverfahren wegen „Verdachts auf Zoll- und Devisenvergehen“ anzuhängen.
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350