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Uwe Schwabe

Uwe Schwabe mit seiner Lehrklasse während eines Ausfluges in den Harz. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe mit seiner Lehrklasse während eines Ausfluges in den Harz. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe (rechts) mit Freunden in Prag 1980. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe (rechts) mit Freunden in Prag 1980. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe (2. v. l.) 1983 während seiner Armeezeit. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe (2. v. l.) 1983 während seiner Armeezeit. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe während seiner Armeezeit 1983. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe während seiner Armeezeit 1983. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe 1988 auf Tour nach Bulgarien – hier beim die Ankunft in Prag. Quelle: Privatbesitz
Uwe Schwabe 1988 auf Tour nach Bulgarien – hier beim die Ankunft in Prag. Quelle: Privatbesitz
Leipziger Basisgruppen protestieren am 24. Oktober 1988 in der Nikolaikirche gegen das Verbot von selbst gestalteten Friedensgebeten. Auch vor der Kirche wird protestiert. V.l.n.r.: Udo Hartmann, Frank Sellentin, Rainer Müller, Anita Unger und Uwe Schwabe....
Leipziger Basisgruppen protestieren am 24. Oktober 1988 in der Nikolaikirche gegen das Verbot von selbst gestalteten Friedensgebeten. Auch vor der Kirche wird protestiert. V.l.n.r.: Udo Hartmann, Frank Sellentin, Rainer Müller, Anita Unger und Uwe Schwabe. Quelle: Archiv Bürgerbewegung Leipzig/Christoph Motzer
Leipzig am 9. Juli 1989: Uwe Schwabe (rechts) und Rainer Müller tragen auf der Abschlussveranstaltung des Kirchentags der Sächsischen Landeskirche ein Transparent mit den chinesischen Schriftzeichen für Demokratie. Sie protestieren damit gegen die...
Leipzig am 9. Juli 1989: Uwe Schwabe (rechts) und Rainer Müller tragen auf der Abschlussveranstaltung des Kirchentags der Sächsischen Landeskirche ein Transparent mit den chinesischen Schriftzeichen für Demokratie. Sie protestieren damit gegen die blutige Niederschlagung der friedlichen Proteste in Peking am 4. Juni 1989. Die SED-Führung begrüßt das Massaker ausdrücklich. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Uwe Schwabe, 27. Oktober 2004. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gunnar Uhlenhut
Uwe Schwabe, 27. Oktober 2004. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gunnar Uhlenhut

Leipzig 1981. Uwe Schwabe beginnt mit 19 Jahren seinen Dienst bei der Nationalen Volksarmee (NVA). Da er zur See fahren möchte, hat er sich für vier Jahre verpflichtet. Die dortigen Erziehungsversuche, Demütigungen und Bespitzelungen wecken jedoch seinen Widerspruchsgeist und lassen ihn Abstand zum System nehmen. Bei der NVA begegnet er Udo Hartmann, der ihn später mit zur Jungen Gemeinde (JG) der Leipziger Nikolaikirche nimmt. So lernt Uwe Schwabe einen Ort kennen, an dem man freier reden und politisch kontrovers diskutieren kann.

In der JG engagiert sich Uwe Schwabe in der AG Umweltschutz. Die Jugendlichen säubern öffentliche Parkanlagen, um zu verdeutlichen, dass jeder Einzelne selbst für die Umwelt verantwortlich ist. Uwe Schwabe zeigt seinen Betrieb, der Altöl und andere giftige Stoffe ungeschützt lagert und aus den morschen Fässern auslaufen lässt, wegen Umweltverschmutzung an. Die Missstände werden weitgehend beseitigt, doch Uwe Schwabe wird danach so lange schikaniert, bis er freiwillig kündigt.

1986 gründet er mit Freunden die Initiativgruppe Leben (IG Leben), der das Thema Umweltschutz allein zu wenig ist. Sie will auch politisch etwas ändern. Wenn es sein muss, auch durch Aktionen außerhalb der Legalität. Die IG Leben möchte möglichst die gesamte Bevölkerung erreichen und verlässt deshalb den Schutz der Kirche. Sie ist beteiligt an den Pleiße-Gedenk-Umzügen im Juni 1988 und 1989, an der Leipziger Luxemburg-Liebknecht-Demonstration im Januar 1989, am Straßenmusikfestival im Juni 1989 sowie an den Friedensgebeten und Montagsdemonstrationen.

Die Stasi beobachtet Uwe Schwabe rund um die Uhr. Stasi-Leute verstecken sich im Bauwagen gegenüber seiner Wohnung oder observieren ihn ganz offensichtlich, um ihn einzuschüchtern. Während der nicht genehmigten Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am 15. Januar 1989 sitzen er und seine Mitstreiter in Untersuchungshaft. Ein Spitzel hat ihn und seine Freunde verraten, weil sie 12.000 Flugblätter mit dem Aufruf zur Demonstration für Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit gedruckt und verteilt haben. Zu Uwe Schwabes großer Freude findet die Demo dennoch statt: Rund 800 Leute haben den Mut, trotz des Verbots auf die Straße zu gehen und ihre grundlegenden Menschenrechte einzufordern.

 


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