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Michael Heinisch-Kirch

Michael Heinisch-Kirch Abschrift

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Einige wurden ausgesondert, einer besonderen Behandlung zugeführt, wurden geschlagen, bedroht, einige mußten sich ausziehen, einige mußten von der Gruppe abgesondert über mehrere Stunden im Hof stehen.

Es wurden alle Zugeführten einzeln befragt und machten dabei unterschiedlichste Erfahrungen. Die Befragungen waren teilweise sachlich-höflich, teilweise sehr unfreundlich, teilweise unter Bedrohung. Es wurde offenbar gegen alle eine Ordnungsstrafverfügung erlassen mit Strafen zwischen 50 und 500 Mark. Gegen Mario Schatta wurde eine „Verdachtsprüfungshandlung“ eingeleitet.
Nach unterschiedlich langer Zeit, bis 1.00 Uhr, wurde die „polizeiliche Maßnahme“ beendet. Einige wurden in die Idastraße entlassen, andere wurden mit Fahrzeugen zu abgelegen S-Bahnhöfen (Buch, Wartenberg) transportiert, obwohl keine S-Bahne mehr verkehrten.
Einige Berichte Betroffener liegen bei.

Stadtjugendpfarrer Wolfram Hülsemann gelang es am 23.6.89 um 14 Uhr, eine Kopie des offenen Briefes sowie der Unterschriften, der chinesischen Botschaft zu überbringen.

Berlin den 23.6.89

Stefan Müller
Andreas M. Mrachacz
Michael Heinisch
Michael Heinisch und andere Oppositionelle wollen dem chinesischen Botschafter am 22. Juni 1989 einen Protestbrief übergeben. Sie werden schon nach wenigen Metern von der Polizei aufgehalten. Während der Zuführungen kommt es zu Misshandlungen. Im Anschluss verfassen die Oppositionellen einen Augenzeugenbericht, Seite 2. (© Robert-Havemann-Gesellschaft/RHG/EP/11)