Frank Ebert
Frank Ebert politisiert sich durch die Ereignisse in Jena Anfang der 1980er Jahre, von denen er durch seine ältere Schwester erfährt. Als 18-Jähriger stößt er zur Umwelt-Bibliothek Berlin dazu.
Frank Ebert 1987 in Halle.
Frank Ebert 1987 mit seiner Freundin in Halle.
Frank Ebert (Mitte) 1987 mit Freunden in Halle.
Fotoduell: Während der Mahnwache in der Gethsemanekirche observiert die Stasi die Umgebung und fotografiert Frank Ebert, der wiederum die Stasileute
fotografiert.
Am 7. September 1989 verhaftet die Staatssicherheit Frank Ebert bei einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen vom 7. Mai auf dem
Alexanderplatz in Ost-Berlin. Erkennungsdienstliche Behandlung von Frank Ebert durch die Staatssicherheit.
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit
verhört.
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit
verhört.
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit
verhört.
Frank Ebert auf der Demonstration am 24. Oktober 1989 in Berlin.
Frank Ebert mit seinen Freunden auf der Demonstration am 24. Oktober 1989 in Berlin.
Frank Ebert ist Mitbegründer des Matthias-Domaschk-Archivs in Berlin (23. September 1997).
Frank Ebert am 25. Oktober 2004.
Ost-Berlin 1988. Frank Ebert gehört zur letzten Generation der Jugendopposition in der DDR, bevor der Staat aufhört zu existieren. Politisiert durch die Ereignisse in Jena Anfang der 1980er Jahre, von denen er durch seine ältere Schwester erfährt, kommt der 18-jährige 1988 zur Umwelt-Bibliothek Berlin (UB). Von der UB hat er durch die westlichen Fernsehberichte vom
Die Stasi-Razzia hat einen ganz anderen Effekt als geplant: Die UB verschwindet nicht von der Bildfläche, sondern wird in der DDR – und über ihre Grenzen hinaus – erst bekannt. Bald gehört Frank Ebert zum engen Kreis derjenigen, die die Umweltblätter drucken (im Oktober 1989 telegraph). Im Sommer und Herbst 1989 ist er an den Protesten gegen den Wahlbetrug beteiligt. Frank Ebert gehört zu den Organisatoren der Mahnwache in der
Ende der 1980er finden die Aktionen der jungen Oppositionellen nicht mehr nur unter dem Dach der Kirche statt. Die Aktivisten sind ungeduldiger, kompromissloser und wollen nicht mehr nur in geschlossenen Kreisen diskutieren. Sie wollen ihren Protest in die Öffentlichkeit tragen. Dass das gefährlich ist, bekommt auch Frank Ebert zu spüren – er wird mehrmals festgenommen.
Immer, wenn in dieser Zeit Mitglieder der UB verhaftet werden, wird die
Biografische Angaben zu Frank Ebert finden sie im
Du kriegst mit: Hier ist von vorn bis hinten alles gelogen. Das politisiert natürlich. Da mischt man sich ein.
„In Marzahn bin ich zwischen '80 und '86 oder '87 gewesen. Das war von der Szene her schon ganz witzig. Später gab es dann die Auseinandersetzungen zwischen Punks und Skinheads und Grufties und Teds, und was es nicht alles gab. Das war immer ganz spaßig, weil ausgerechnet in Marzahn, wo eigentlich die Aggressionen in den Clubs ziemlich stark waren, ausgerechnet in Marzahn hatten wir es irgendwie geschafft, dass die Leute mehr oder weniger zusammenhielten. Es war egal, ob Skinhead oder Punk. Man kannte sich aus der Schule, und es war völlig albern, das wirklich zu thematisieren. Das wurde gar nicht gemacht.
Was später wichtig war, als ich in die Umwelt-Bibliothek gekommen bin, das waren eher die Jenaer Ereignisse, also '81 bis '83. Ich kannte Roland Jahn nicht persönlich, aber ich wusste: Irgendwie hängt das zusammen mit den Leuten in Halle um
Man hat ja so einen gewissen Gerechtigkeitssinn. In der Schule wurde das zum Teil auch thematisiert: Die bösen Menschen wollen hier alles nur kaputt machen. Du kennst sie. Du kriegst mit: Hier ist von vorn bis hinten alles gelogen. Das politisiert natürlich. Da mischt man sich ein. Politisieren insofern, als man widerspricht. Sozusagen als Reaktion darauf, die Reaktion auf den Widerspruch.“
Produktion: 2004
Spieldauer: 3 Min.
© 2004 Robert-Havemann-Gesellschaft & Bundeszentrale für politische Bildung
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350