Evelyn Zupke
In ihrer Schulzeit ist Evelyn Zupke lange eine Musterschülerin. Ab der zehnten Klasse aber fängt es an, dass sie vieles als verlogen und scheinheilig empfindet und zunehmend dagegen rebelliert.
Ich war schon ein Musterkind. Ich war bei den Pionieren, in der
Ich fing in
Es fing in der elften, zwölften Klasse an, dass ich sehr skeptisch war. Ich habe zwar mein Abitur mit zwei gemacht, aber dann ging es ja darum, sich zum Studium zu bewerben. Mir wurde gesagt: ´Sie brauchen sich gar nicht zu bewerben. In Ihrer Akte steht: nicht geeignet`. Ich weiß es gar nicht mehr so genau, aber da gab es solche Vermerke: geeignet, nicht geeignet.
Ich hatte sowieso keine Lust und war froh, dass ich mich in dem Moment, wo ich das Abitur in der Tasche hatte, von allem verabschieden konnte. Diese Bildung, dieses System empfand ich als verlogen und scheinheilig – das war mir in dem Moment schon teilweise bewusst. Ich wollte instinktiv so wenig wie möglich damit zu tun haben.
Evelyn Zupke, Zeitzeugin auf www.jugendopposition.de
Produktion: 2004
Spieldauer: 3 Min.
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