Hauptabteilung XX/5
Berlin, 20.1.1900
Kurzauskunft
zur Person JAHN, Roland
geb. 14.7.1953 in Jena
wh. 1000 Berlin 36
Görlitzer Str. 66
Telefon: 618 5683
tätig bis September 1987:
Stiftung Hamburger Institut für Sozialforschung/Einrichtung des Reemstma-Konzern, Hamburg;
z. Z. ohne festes Arbeitsverhältnis
JAHN wird im ZOV "Weinberg" der HA XX/5 wegen begründeten Verdachts gemäß den SS 99, 106 und 107 (3) operativ bearbeitet. Bis zu seiner Übersiedlung am 2. 6. 1983 gehörte JAHN der feindlich-negativen Gruppierung des sogenannten Jenaer Friedenskreises an und war maßgeblich an feindlich-negativen Aktivitäten im Sinne der politischen Untergrundtätigkeit beteiligt. Auf Grund seines massiven und demonstrativen Auftretens gegen die Entlassung des operativ bekannten BIERMANN, Wolf, aus der Staatsbürgerschaft der DDR wurde JAHN 1977 von der Friedrich-Schiller-Universität Jena exmatrikuliert.
Auf Grund seiner feindlichen Aktivitäten wurde er am 18.1.1983 wegen Straftaten gemäß der §§ 220 (1), 222 und 63 (2) StGB zu einem Jahr und 10 Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Seit seiner Übersiedlung nach Westberlin hat sich JAHN mit
Personen seines Verbindungskreises in die von Organisationen, Personengruppen und Einzelpersonen im Operationsgebiet organisierte Feindtätigkeit gegen die DDR fest integriert und unternimmt dabei umfangreiche Aktivitäten, die auf die Organisierung und Inspirierung politischer Untergrundtätigkeit in der DDR abzielen.
JAHN hat sich zu einer Schlüsselfigur und Koordinator beim Zusammenwirken äußerer und innerer Feinde zur Inspirierung und Organisierung politischer Untergrundtätigkeit in der DDR entwickelt und ist intensiv bestrebt, feindlich-negative
Kräfte in der DDR durch einen permanenten Informationsaustausch und instruktives konzeptionelles Wirken in diesem Sinne zu beeinflussen, zu mobilisieren und systematisch zu diesen den Kontakt auszubauen, zu erweitern und zu festigen.