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zur Teilnahme aufgefordert. Wanske hatte etwa drei Jugendliche und Schiemenz hatte etwa 12-15 Jugendliche dieserhalb angesprochen.
Am Abend des 23. 8. 1968 fanden sich 6 Jugendliche in der Wohnung des Zeugen Fred Schulz ein, wobei Rennert nicht anwesend war. Unter anderem wurde auch über das bevorstehende Treffen am nächsten Abend gesprochen und Wanske machte den Vorschlag, Plakate bzw. Transparente zu fertigen und mitzubringen. Außerdem sollte eine CSSR-Staatsflagge genäht werden. Wanske machte auch mehrere Vorschläge für die Gestaltung der Plakate, indem er als Losungen vorschlug: " Amis raus aus Vietnam, Sowjets raus aus der CSSR ", " Ist.1968 ein neues 1938 ?", "Völkerrecht wirklich unantastbar?". Diese Losungen wurde jedoch als zu kraß und zu deutlich verworfen, wobei hauptsächlich Schiemenz diese Meinung vertrat, da er befürchtete, bei einer möglichen Ergreifung durch die Sicherheitsorgane mit einem solchen Plakat zu hart bestraft zu werden. Er machte deshalb den Vorschlag, eine Landkarte mit den Umrissen der CSSR zu malen, an der Stelle, wo Prag liegt, einen Funkmast einzuzeichnen und um diesen herum SOS-Zeichen als Hilferufe. Außerdem sollte auf das Plakat die Losung:" Völker hört die Signale." Mit diesem Vorschlag waren alle einverstanden und der Angeklagte Schiemenz malte zwei solcher Plakate, die er am folgenden Tage mitbrachte.
Vorschläge von Wanske und anderen Jugendlichen Knallkörper aus Unkrautex und Benzinflaschen mitzubringen, wurden als zu gefährlich verworfen.
Von Schiemenz wurde noch der Vorschlag gemacht, das Treffen auf 19.00 Uhr festzusetzen, zu diskutieren und danach durch die Stadt zu marschieren. Dazu wurde vereinbart, auch Rufe wie: " Amis raus aus Vietnam," "Ho Chi Minh" abzugeben, um nicht sofort aufzufallen und aufgelöst zu werden.
Am Abend des 24. 8. 1968, einem Samstag, hatten sich etwa 40 - 50 Jugendliche, darunter die drei Angeklagten auf dem Marktplatz versammelt. Da eine Diskussion nicht zustande kam, liefen sie zunächst ungeordnet zum Ausgang des Marktes in Richtung Neustadt, formierten sich dort und marschierten los. Der Marschweg führte über etwa 2,5 km durch die Stadt, wobei schließlich wieder in Richtung Marktplatz marschiert