hat diese Tätigkeit ausgeübt, weil er mit der Blockpolitik nicht einverstanden war, ihm auf parlamentarischem Wege eine Änderung nicht möglich erschien und daher bereit war, innerhalb dieser Kampfgruppe eine Änderung in der DDR. herbeizuführen. Bei dieser durchgeführten Aktion in der Nacht vom 15. zum 16. September wurde dem Angeklagten auch ein feststehendes Messer abgenommen.
Als Delegierter des Deutschlandtreffens ist Gutschmidt nach Aufforderung des Henke mit Beuster, Mehring und Dieterich zur Dienststelle der Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit gefahren. Sie wurden von Kuhhagen dem Leiter der Kampfgruppe, Dr. Hildebrandt, vorgestellt, der dann Fragen stellte über das Deutschlandtreffen, über die Stimmung in der Schule, über Einzelheiten in der FDJ. über die Stärke der Volkspolizei und Besatzungsmacht, über einzelne Mitglieder der LDP. in Güstrow und sie wurden darauf hingewiesen, dass sie Vorsicht walten lassen bei den Stadtrat Tierfelder, Hass und Viebig, da diese im Rahmen der Nationalen Front tätig seien. Weiter wurden Fragen gestellt über die Volkseigenen Betriebe und über alle Fragen wurde bereitwilligst Auskunft gegeben. Es wurde ihm sodann nahe gelegt, eine Kampfgruppe in Güstrow zu bilden und ihm mitgeteilt, dass man sich für ihn, falls er in Berlin studieren wolle, einsetzen würde in Bezug auf Wohnung und ihm sonstige Erleichterungen zuteil würde. Weiter wurde ihm aufgegeben, Material mit nach Güstrow zu nehmen, was aber von ihm abgelehnt wurde. Er nahm lediglich Material entgegen mit der Weisung, es in der DDR. unter den Jugendlichen zu verteilen. Dieses Material will er aber in Nikolassee vernichtet haben. Kurz vor dem National-Kongress traf er den Angeklagten Henke, der ihm erklärte, dass es jetzt eine günstige Gelegenheit sei, Material aus Berlin mitzubringen. Nach dem National-Kongress erfuhr er dann von Henke, dass er Klebezettel und Flugschriften mitgebracht hätte und dass sie am 31. August Klebezettel an ihre Oberschule heften wollten. Am 31. August um 23.00 Uhr sind dann beide tätig geworden und haben an die Oberschule Zettel geklebt. Am nächsten Tage wurde dann die bekannte Resolution verfasst. An der Absetzung dieser Resolution war er selbst mit beteiligt. An der Klebezettelaktion in der Nacht vom 4. zum 5. September war er nicht dabei, weil er krank war. Während der Schulzeit wurde ihm dann von dem Angeklagten Henke mitgeteilt, dass sie in der Nacht vom 15. zum 16. September eine dritte Aktion durchzuführen hätten, und alles Nähere darüber noch zu besprechen wäre. Er hat dazu die Aufforderung erhalten, sich im Parteilokal der LDP. einzufinden, wo alles im einzelnen festgelegt werden sollte. Er ist dann zusammen mit Beuster tätig gewesen und hat das ihm zugeteilte Material in den ihm zugewiesenen Strassen vor den Haustüren oder in den Vorgärten abgelegt. Nachdem Henke das Material von Berlin mitgebracht hatte, erhielt er auch Kenntnis davon, dass neben den Flugschriften die Raketen vorhanden sind und dass die Widerstandsgruppe Güstrow nunmehr ins Leben gerufen sei, zu der auch er gehöre. In Berlin wurde ihm noch mitgeteilt, dass sie innerhalb der Gruppe mit grosser Vorsicht zu arbeiten hätten, für den Fall aber, wo etwas schief gehen sollte, würde man ihnen sofort die Zuzugsgenehmigung für West-Berlin bereitstellen. Die Zusammenkünfte dieser Widerstandsgruppe seien unregelmässig gewesen, niemals fanden sie im Parteilokal der LDP. statt, führt er aus, und sonst wurde gelegentlich, wenn sie zusammentrafen, darüber gesprochen. Der Anführer dieser Gruppe war Henke, der die Verbindung nach Berlin aufrecht erhielt, und der auch sonst alle Direktiven an die einzelnen herausgab.Ob noch weitere Gruppen in Mecklenburg bestehen, ist ihm nicht bekannt, bekannt ist ihm nur, dass Kuhhagen im Besitz der