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Berlin nach einem Studium erkundigen wollte, hat dann Kuhagen über ihre Tätigkeit berichtet und kam mit dem Auftrag zurück, in der Nacht vom 15. zum 16. September eine Aktion zu starten, bei der sämtliches Material verbraucht werden sollte, da innerhalb der gesamten DDR. in dieser Nacht eine Gross-Aktion starten sollte. Zu diesem Zweck rief der Angeklagte Gutschmidt, Beuster, Rieder und Heyer ins Parteibüro der LDP. und hat hier mit ihnen den gesamten Einsatz besprochen. Es wurde genau festgelegt, wie die einzelnen Gruppen von je 2 Mann zu arbeiten und in welchen Bezirken sie ihre Klebeaktion durchzuführen hätten. Das dazugehörige Material sollte dann abends von den benannten Angeklagten bei ihm - dem Angeklagten Henke - abgeholt werden. Bei dieser durchgeführten Aktion sind die Angeklagten dann gefasst worden.
Der Angeklagte Peter Möller, der seit 1948 Mitglied der LDP. ist, hat die Parteiversammlungen besucht und hat über die Ziele der Blockpartei innerhalb seiner Partei diskutiert. Er war jedoch mit den Zielen der Blockpolitik nicht einverstanden und arbeitete mit den anderen Angeklagten gegen dieses Ziel. Als Delegierter des Deutschlandtreffens ist er mit Henke bei Kuhagen gewesen, von dem er wusste, dass er in der "Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit" tätig war. Hier wurde er im Beisein des Angeklagten Henke von Kuhagen mit Dr. Hildebrandt und Dr. Wagner bekannt gemacht. Auch von ihm wurden Angaben gemacht über die Stärke der Polizei und Besatzungsmacht. Als er gefragt wurde, ob er bereit sei, Flugblätter mit in die DDR. zu nehmen, um sie unter den Jugendlichen des Deutschlandtreffens zu verteilen, sagte er sofort zu, nahm die Schriften an sich, versteckte sie in seiner Hose und verteilte sie dann in seiner Unterkunft, indem er sie im Hausflur und auf einzelne Fensterbretter ablegte. Er gibt an, dass von ihm von diesem Deutschlandtreffen keine Flugblätter nach Güstrow mitgenommen worden sind. Auf der Besprechung bei Kuhagen wurde ihm aber auch klar gemacht, dass eine Widerstandsgruppe in Güstrow gegründet werden müsse und für die Kampfgruppe arbeite. Nach dem National-Kongress hat der Angeklagte Henke ihm dann mitgeteilt, dass die Widerstandsgruppe in Güstrow, zu der auch er gehört, in Berlin gegründet worden sei und dass er Material und Raketen mitgebracht habe, dass an geeigneten Tagen zu verteilen sei. Er sei dann später nach Berlin gefahren, um sich nach seinem Studium zu erkundigen, so erklärt er, und sei bei dieser Gelegenheit auch mit Kuhagen zusammen gewesen und habe ihm berichtet, dass der Angeklagte Henke das gesamte Material gut nach Güstrow durchbekommen habe und dass die Gruppe jetzt arbeite. Als das erste Mal die Klebezettel an der Oberschule angebracht wurden, befand er sich gerade in Berlin, konnte daher in dieser Aktion nicht teilnehmen. Bei der 2. Aktion in Dettmannsdorff ist dann der Angeklagte Möller mit Henke gemeinsam tätig gewesen. Bei seinem zweiten Aufenthalt in Berlin erhielt er dann von Kuhagen ca 200 Klebezettel, die für den Gross-Einsatz in der Nacht vom 15. zum 16 September mit verbraucht werden sollten. Diesen Auftrag übermittelte er Henke. Im Parteilokal der LDP. wurde dann besprochen, wie die einzelnen Gruppen ihre Tätigkeit in dieser Nacht auszuführen hätten. In den Abendstunden sind dann von ihm gemeinsam mit Henke Häuserwände und Haustüren beklebt worden unter Anwendung der Vorsichtsmassregeln, die Kuhagen ihnen erteilt hatte, nämlich Handschuhe anzuziehen, um Fingerabdrücke auf den Zetteln zu vermeiden. Der Angeklagte Henke hat dann den Rest der Klebezettel in den Postkasten beim Hauptpostamt geworfen. Für das Abschiessen der Raketen war noch kein direkter Auftrag erteilt. Es sollten weitere Direktiven abgewartet werden. Ausserdem wurde von ihm dem Henke mitgeteilt, dass Henke einen Bericht fertigen solle über die Stimmung zur Wahl am 15. Oktober und diesen dem Kuhagen am 23.9. in Berlin vorlegen solle. Er