Breakdance, Beats und Rap von Rostock bis Radebeul
Ab ca. 1983 begeistern sich viele Jugendliche in der DDR für die Hip-Hop-Kultur. In der ganzen Republik entwickelt sich trotz staatlicher Repression eine lebendige Szene.
Hahny's Breakcrew, Streetdance in Meißen, 1986. Immer mit dabei: Linoleum-Matte und ein sorgsam gehüteter Kassettenrekorder.
Spray Time: ein Graffiti erregt die Aufmerksamkeit der Rostocker Staatssicherheit.
Spray Time: Posieren vor dem Graffiti.
Puma Schablone: mit Schablonen wie dieser fertigen HipHopper ihre eigene Puma-Kleidung. Damit provozieren die B-Boys, denn Marken symbolisieren den
klassenfeindlichen Kapitalismus.
Visitenkarte Crazy Seven: Um für Auftritte gebucht zu werden, machte Crazy Seven Werbung mit Visitenkarten.
Flyer für Rostocks 1. Funkdiskothek, 13. August 1988.
Hahny, undatiertes Foto.
Hahny's Breakcrew, Streetdance in Meißen, 1986. Immer mit dabei: Linoleum-Matte und ein sorgsam gehüteter Kassettenrekorder.
Hahny's Breakcrew, Streetdance in Meißen, 1986. Immer mit dabei: Linoleum-Matte und ein sorgsam gehüteter Kassettenrekorder.
Hahny, Urkunde für Amateurlizenz, 12. Oktober 1986.
Hahny, Amateurlizenz IIb, 22. Januar 1987.
Mit Puma-Kleidung auf einer sozialistischen Feier. Hahny's Breakcrew bei ihrem Auftritt zur Weihnachtsfeier der Konditorei Zieger, Meißen, Dezember
1985.
Mit Puma-Kleidung auf einer sozialistischen Feier. Hahny's Breakcrew bei ihrem Auftritt zur Weihnachtsfeier der Konditorei Zieger, Meißen, Dezember
1985.
Mit Puma-Kleidung auf einer sozialistischen Feier. Hahny's Breakcrew bei ihrem Auftritt zur Weihnachtsfeier der Konditorei Zieger, Meißen, Dezember
1985.
Mit Puma-Kleidung auf einer sozialistischen Feier. Hahny's Breakcrew bei ihrem Auftritt zur Weihnachtsfeier der Konditorei Zieger, Meißen, Dezember
1985.
Urkunde für Hahny als besten Solotänzer bei einem Wettbewerb im Jugendklubhaus Hoyerswerda am 7. Februar 1987.
Hahny, Siegerschärpe Leipziger Championship, Haus Auensee, 10. Novmeber 1988.
TJ Big Blaster Electric Boogie (links) in Aktion, zusammen mit B-Boy Tommy Boy (rechts).
TJ Big Blaster Electric Boogie (mitte) in Aktion.
Offiziell zugelassen - staatskritisch gerappt. Zulassung TJ Big Blaster Electric Boogie, 05. Juni 1989.
Offiziell zugelassen - staatskritisch gerappt. Zulassung TJ Big Blaster Electric Boogie, 05. Juni 1989.
Die wohl größte von Jugendlichen selbst organisierte Rap Veranstaltung in der DDR. Eintrittskarte, Rap I, Juli 1988 in Radebeul.
Die wohl größte von Jugendlichen selbst organisierte Rap Veranstaltung in der DDR. Eintrittskarte, 2. DDR-offener Rap-Contest, 29. Juli 1989 in
Radebeul.
Ab 1983 findet die
„Crazy Seven“ in Rostock
Als Fünfzehnjähriger gründet Jörg Pribbenow in Rostock eine
Zur gleichen Zeit erregt „Crazy Seven“ die Aufmerksamkeit der Rostocker Staatssicherheit. Im Oktober haben B-Boys von „Crazy Seven“ das Graffiti „Spray Time!“ an die Turnhallenwand ihrer Schule angebracht. Das
„Hahny`s Break Crew“ in Meißen
Schon als Kind wollte Heiko „Hahny“ Hahnewald Artist werden. Als B-Boy in der DDR geht er diesem Kindheitstraum nach: Im Februar 1987 wird er bei einem Break Dance Turnier im Jugendklubhaus Hoyerswerda als bester Solotänzer gekürt. Mit „Hahny`s Break Crew“, die er bereits Ende 1984 in Meißen gründete, nimmt er sehr erfolgreich an vielen Wettbewerben teil und wird für Betriebsfeste und andere Kulturveranstaltungen gebucht. Im November 1988 gewinnt er mit Hahny´s Break Crew die erste und letzte DDR-Championship im Haus Auensee in Leipzig, und im November 1989 erhält er als einer der wenigen
TJ Big Blaster Electric Boogie und die Universal HipHop Family
Der Dresdner
Als eine zentrale Figur der Dresdner HipHop-Szene organisiert Electric B, wie er sich auch nennt, DDR-weite
Im März 1989 erhält Electric B. Besuch vom Ministerium für Staatssicherheit. Die Geheimpolizei hat HipHop als eine Jugendkultur eingestuft, deren Anhänger potentiell „negativ-dekadente“ Praktiken an den Tag legen, und Electric B. als eine Hauptfigur der Dresdner Szene identifiziert. Um nun die Dresdner HipHopper besser kontrollieren zu können, will die Staatssicherheit Electric B. als IM anwerben. Mehr noch – er soll als kultureller Übersetzer der jugendlichen HipHop-Codes arbeiten, damit das MfS die HipHop-Kultur überhaupt verstehen kann. Den Besuch nimmt er wohl eher als Verhör denn als Anwerbeversuch wahr und erzählt in der Szene davon. Daraufhin kommt er für das MfS Dresden nicht mehr als Spion in Frage.
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350