Lausitzbotin
Die erste Ausgabe der Samisdat-Zeitschrift "Lausitzbotin" wird im Dezember 1988 im Wohnzimmer von Thomas Pilz gedruckt. Als das Heft im Januar 1989 erscheint, reagiert die Stasi sofort.
Titelblatt der Lausitzbotin, herausgegeben von der Regionalgruppe Zittau des Grünen Netzwerks Arche. Die Zeitschrift beschäftigt sich unter anderem
mit den Umweltproblemen im Dreiländereck, dem südöstlichsten Zipfel der DDR.
Thomas Pilz beschwert sich beim Rat des Kreises Zittau. Er soll eine Geldstrafe bezahlen, weil er die Lausitzbotin hergestellt hat.
Pazifistische Motive: Konzeptionsvorschlag der Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen der Region Zittau für ein Informationspapier (IP).
Umwelt, Frieden, Gerechtigkeit: Die Lausitzbotin erscheint am 2. Juli 1989 unter dem neuen Namen IP (Informationspapier).
Nach der Hinrichtung von Diktator Nicolae Ceauşescu: Die letzte Veröffentlichung der IP-Redaktion ist dieses Flugblatt. Es handelt sich um einen
Aufruf des Neuen Forums und beschäftigt sich mit der Situation in Rumänien.
Thomas Pilz hält auf einer Demonstration im November 1989 auf dem Marktplatz von Zittau eine Rede.
Thomas Hönel, aufgenommen von der Stasi am Rande eines konspirativen Netzwerktreffens im Sommer 1988 in Leipzig. Das Foto wird von Bürgerrechtlern
vor der Vernichtung durch die Stasi gerettet.
Thomas Hönel, aufgenommen von der Stasi am Rande eines konspirativen Netzwerktreffens im Sommer 1988 in Leipzig. Das Foto wird von Bürgerrechtlern
vor der Vernichtung durch die Stasi gerettet.
Eckhart Junghans 1988.
Nicht nur in Städten wie Berlin und Leipzig erscheinen ab Mitte der 1980er Jahre Zeitschriften im
Noch im Jahr 1987 scheitert
Um langwierige Verhandlungen mit einem Kirchenvorstand über den Inhalt ihrer Zeitschrift zu vermeiden, wollen die Untergrundredakteure das Heft beim
Ein engagiertes Redaktionsteam und ein mutiger Pfarrer
Im Herbst kann endlich die inhaltliche Arbeit der jungen Redakteure Thomas Pilz (23),
Das
Nach zähen Verhandlungen zeigt sich schließlich auch der Kirchenvorstand Zittau bereit, die Herausgabe des Blatts zu übernehmen. Er verknüpft damit allerdings die Bedingung, dass auf das Format einer Zeitung verzichtet wird. Stattdessen soll ein Informationspapier für Gemeindeglieder erscheinen. Außerdem soll der Name Lausitzbotin nicht mehr verwendet werden, und es sollen Vorabsprachen mit dem Kirchenvorstand über den Inhalt stattfinden. Da die junge Redaktion eine
Die erste Ausgabe des IPs (Informationspapiers) erscheint am 2. Juli 1989 zum Thema Fälschung der Kommunalwahlen. In Thomas Hönels Wohnzimmer in Zittau werden 300 Exemplare gedruckt. Die Redaktion ist von der Vorgabe des Kirchenvorstands abgewichen, nur ein Thema zu behandeln. Und: Die Jugendlichen geben sich mit den vorgeschriebenen fünf Seiten nicht zufrieden – sie produzieren elf Seiten auf sechs Blatt. Umgehend wird der
Die zweite Ausgabe zur Gründung der Bürgerbewegung
Weitere Inhalte
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350