Widerstand in Jena
Parolen und Flugblattaktionen in der Jenaer Innenstadt werden sechs jungen Arbeitern aus Jena zum Verhängnis. Für ihre Meinung werden sie 1963 mit Freiheitsentzug und Zuchthaus bis zu fünfeinhalb Jahren bestraft.
Sie haben die Schnauze voll: Sechs junge Arbeiter aus Jena werden gegen das SED-Regime aktiv. Am 8. Dezember 1962 malen sie diese Parolen an die
Wände einer Bahnunterführung und eines Hauses in Jena.
Appell an die Jenaer: Mit dieser Druckvorrichtung, die aus handelsüblichen Kinderstempelkästen hergestellt wird, drucken die Jugendlichen ihre
Flugblätter.
Nachdem sie bereits 3.500 Flugblätter hergestellt haben, werden die sechs jungen Männer am 11. Februar 1963 vom MfS verhaftet.
Hier die vom MfS beschlagnahmten Flugblätter.
Nach dem
Sechs junge Arbeiter aus Jena schließen sich zusammen und planen, sich zu widersetzen: Am 8. Dezember 1962 malen sie Parolen an die Wände einer Bahnunterführung und eines Hauses. Am nächsten Morgen können die zur Arbeit eilenden Leute lesen: „Weg mit
Als Nächstes heckt die Jenaer Gruppe eine Flugblattaktion aus. Um ihre Spuren zu verwischen, besorgen sich die Aktionisten in verschiedenen Städten Papier, Kinderstempelkästen und Stempelfarbe. Dann entwerfen sie folgenden Text:
„Einwohner Jenas! Wie lange wollt ihr Euch noch die katastrophale Ausbeutung der
Noch während der Vorbereitungen zur Flugblattaktion plaudert ein Gruppenmitglied gegenüber einem
Nachdem bereits 3.500 Flugblätter hergestellt sind, werden die sechs jungen Männer am 11. Februar 1963 festgenommen. Während des Gerichtsprozesses wird die Fiktion aufrechterhalten, der
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350