Aktion in Hennigsdorf gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns
Ein mutiger Protest an der Wandzeitung: In Hennigsdorf ruft ein 22-jähriger Student seine Kommilitonen zum Widerstand gegen die Ausbürgerung Biermanns auf. Wie weit wird er für seine Überzeugung gehen?
Bericht der Staatssicherheit über den Protest eines Studenten der Ingenieurhochschule Hennigsdorf gegen die Menschenrechtsverletzungen in der DDR.
Bericht der Staatssicherheit über den Protest eines Studenten der Ingenieurhochschule Hennigsdorf gegen die Menschenrechtsverletzungen in der DDR.
Bericht der Staatssicherheit über den Protest eines Studenten der Ingenieurhochschule Hennigsdorf gegen die Menschenrechtsverletzungen in der DDR.
Zwei Tage nach der offiziellen Ausbürgerung Wolf Biermanns am 18. November 1976 hängt ein 22-jähriger Student der Hennigsdorfer Ingenieurschule zwei selbst geschriebene Artikel an die öffentliche Wandzeitung im Eingangsbereich der Schule. Auf zwei Schreibmaschinenseiten protestiert er gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns und das Publikationsverbot für den Schriftsteller
Im Stasi-Dossier wird der Student als „Sohn eines reaktionären Pfarrers“ und „Wehrdienstverweigerer“ beschrieben. Die Stasi trägt eilends alle Informationen zusammen, die sie bereits über die Familie des Studenten gesammelt hat: „Der Vater ist evangelischer Pfarrer. Seine Einstellung zur sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung ist negativ. Er gilt als der rechtsreaktionärste Pfarrer im Kreis. Die gesamte Familie ist seit Jahren
Die Familie des Hennigsdorfer Studenten entspricht damit dem üblichen Feindbild der Stasi: Menschen, die sich dem starken Anpassungsdruck widersetzen und aktiv gegen den repressiven Staat aufstehen. Über das weitere Schicksal des Studenten ist nichts bekannt.
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„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350