Wir sind mit euch! – Solidarität mit der Friedensbewegung in der DDR
Westliche Friedensgruppen verstärken die Kontakte zu Gleichgesinnten in der DDR. Die Solidarität im Westen stützt und schützt die jungen Oppositionellen im Osten.
Solidarität aus dem Westen: Protestpostkarte von 1983, adressiert an die Haftanstalt Gera. Die westlichen Friedensaktivisten fordern die Freilassung
der inhaftierten Mitglieder der Friedensgemeinschaft Jena und die von fünf Wehrdienstverweigerern.
„Freiheit für Roland Jahn, Ingo Güter, Uwe Behr und ihre Freunde“: Westdeutsche Friedensaktivisten rufen 1983 zur Protestveranstaltung vor der
Ständigen Vertretung der DDR in Bonn auf.
„Freiheit für Roland Jahn, Ingo Güter, Uwe Behr und ihre Freunde“: Westdeutsche Friedensaktivisten rufen 1983 zur Protestveranstaltung vor der
Ständigen Vertretung der DDR in Bonn auf.
Am 31. Oktober 1983 empfängt Erich Honecker die unbequemen Bundestagsabgeordneten der Grünen Dirk Schneider, Otto Schily, Petra Kelly und Gert
Bastian (v.l.n.r.).
„Herumstehen verboten“: Die beiden DDR-Bürgerrechtler Peter Rösch („Blase“; links) und Roland Jahn fordern vor dem NATO-Stützpunkt in
Mutlangen Abrüstung in Ost und West. Peter Rösch zählt zu den wichtigsten Vertretern der Offenen Arbeit in Jena. 1982 reist er in die Bundesrepublik aus.
Anfang der 1980er Jahre beruhen viele Kontakte zwischen der
Die DDR-Bewegung ist mehr als der Kampf gegen Atomraketen
Eine der Ersten, die erkennt, dass die Friedensbewegung in der DDR auch eine Widerstandsbewegung gegen die Diktatur ist, ist die Grünen-Abgeordnete im Bundestag
Die DDR-Friedensbewegung lehnt viele ihrer Aktivitäten an westdeutsche Vorbilder an. Zum Beispiel die Initiative Frauen für den Frieden, die in einer beispiellosen Aktion Fotos ihrer Kinder im westdeutschen Bundestag verteilen lässt – mithilfe der Grünen. Der Kontakt in den Westen ist für die DDR-Friedensaktivisten aber auch aus einem anderen Grund von großer Bedeutung: Vor allem über ihre Verbindungen in die Bundesrepublik gelingt es ihnen immer wieder, mediale und materielle Unterstützung für ihren Widerstand zu organisieren, zum Beispiel für den illegalen Druck von Flugblättern.
Westliche Friedensinitiativen helfen DDR-Oppositionellen
So publizieren westdeutsche Friedensgruppen Informationen über die DDR-Friedensbewegung. Die Arbeitsgruppe gegen Militarisierung in Ost und West der Ulmer Aktionskonferenz, der Arbeitskreis gegen Militarisierung in Ost und West Bad Cannstatt und der Arbeitskreis Frieden der Grünen Stuttgart geben ein Heft heraus, in dem sie die Arbeit der DDR-Friedensbewegung dokumentieren. Zum Beispiel veröffentlichen sie Erklärungen der
Die vielen Solidaritätsaktionen von westdeutschen und -europäischen Organisationen verschaffen der DDR-Friedensbewegung international Gehör und einen gewissen Schutzraum. Je mehr darüber in den Medien berichtet wird, desto schwieriger wird es für die DDR-Sicherheitsorgane, die Aktivisten zu verhaften und abzuschieben.
Besonders gut klappt die Ost-West-Zusammenarbeit mit dem bundesdeutschen Komitee zur Verteidigung und Verwirklichung der demokratischen Rechte und Freiheiten in Ost und West in ganz Deutschland, oder mit dem Komitee für das Recht auf unabhängige Gewerkschaften. Im europäischen Rahmen bestehen Kontakte mit dem
Eine wesentliche Rolle bei der Unterstützung von Friedensaktivisten, die in der DDR Repressalien ausgesetzt sind oder inhaftiert werden, spielt die Gefangenenhilfsorganisation amnesty international (ai). Zahlreiche internationale Protestbriefe und Solidaritätsveranstaltungen unterstützen die Friedensaktivisten in der DDR vor allem ideell. Sie spüren, dass sie in ihrer schwierigen Situation nicht alleingelassen werden (Bildergalerie). Die Unterstützerbriefe gelangen meist auf illegalen Wegen an ihre Adressaten, vorbeigeschleust an dem gewaltigen Apparat der
Weitere Inhalte
Die Texte von www.jugendopposition.de sind in Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung und der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. entstanden. Weitere Angaben zu den Autorinnen und Autoren finden Sie im Impressum.
Kontakt zur Redaktion von www.jugendopposition.de: E-Mail Link: info@jugendopposition.de
Für den Hinweis auf Texte von www.jugendopposition.de, die keine konkrete Autorin/ keinen konkreten Autor genannt haben, empfehlen wir folgende Zitierweise (Beispiel):
„Panzer wie in Berlin - Der 17. Juni 1953 in Magdeburg“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., zuletzt abgerufen am xx.xx.xxxx, www.jugendopposition.de/145350