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Ja, und dann habe ich überlegt, mit wem man so was verteilen könnte, wer denn da zuverlässig wäre und dann hatte man in der Zeit einige Leute kennengelernt, wo wir dachten: Wir sind ungefähr auf einer Wellenlänge. Und gefühlsmäßig habe ich dann ausgesucht, mit wem wir die Verteilung machen können und haben das dann, in Berlin auf dem Stadtplan bestimmte Stellen ausgesucht, wo man das in den Briefkasten stecken kann, in Telefonzellen, in U-Bahnhöfen ablegen kann, so dass man dabei nicht gesehen wird, in den Abendstunden. Wir haben das dann mit den Leuten ein bisschen besprochen. Also was heißt wir? Das hab ich dann mit denen besprochen, einen Teil, ein paar Leute hat Thomas gehabt, mit denen er das gemacht hat, das wusste ich gar nicht, wer das ist. Und die anderen, mit denen hatte ich das dann abgesprochen. Und dann haben wir uns das aufgeteilt und sind dann in derselben Nacht zur selben Uhrzeit in Berlin losgegangen und haben diese A6 großen Flugblätter, also ich denke, im Prenzlauer Berg, in Mitte und Weißensee, Pankow verteilt und unser Freund Uwe Bastian, der hat die in Dresden verteilt, in derselben Nacht, glaube ich.
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Foto: Tom Sello im September 1989 auf dem Gelände der Berliner Zionsgemeinde mit diversen Samisdat-Publikationen. Er verkauft zum Beispiel Umweltblätter und die Einzelausgabe Schuldenkrise. Die Ausgaben können gegen geringfügige Beträge gekauft werden. Gleichzeitig sammelt Tom Sello Unterschriften für Aufrufe und Petitionen. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
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Interview: Johannes Mundo und Christoph Ochs
Produktion: 17.09.2007
Spieldauer: 2 Min.
hrsg. von: Robert-Havemann-Gesellschaft