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Und wir standen mit unseren Fahrrädern direkt vorm weißen Streifen, vorm Grenzstreifen. Und die russischen Grenzposten da, die guckten uns völlig entgeistert an, was wir denn jetzt hier mit den Fahrrädern wollen, ja? Und wir haben ihm versucht zu erklären, und die haben gesagt, das geht nicht. Das, das gibt's nicht. Das hat noch nie einer gemacht, so was. Sag ich, ist es denn verboten oder? Nee, verboten ist auch nicht, aber äh steht doch nirgendwo, dass man das darf, ne? Und sag ich, ja, und dann, dann lassen Sie uns doch jetzt durch hier, ne? Und die waren völlig hilflos, konnten mit uns nichts anfangen, ja? Und dann haben sie telefoniert, äh, ich glaube, wir haben da drei oder vier Stunden an der weißen Grenze da gestanden. Und keiner der Vorgesetzten konnte uns irgendwas mitteilen. Und es wurde dann dunkel, 22 Uhr abends und wir standen immer noch da. Und dann haben wir gesagt, was ist denn nun? Was sollen wir denn nun machen hier, ne? Und ja, die haben keine Order gekriegt, keine, kein Nein. Und insofern, irgendwann haben sie gesagt, kommt rüber. Ja, und dann dann dann waren wir durch.
Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm "Unerkannt durch Freundesland. Verbotene Reisen in das Sowjetreich" aus dem Jahr 2006
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Spieldauer: 2 Min.