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Dann kam von
Das war einfach, das war die Situation. Der Spitzel kannte diese Abmachung nicht. Weil wir kein Telefon hatten, wurde er einfach durch ein Zettelchen an der Tür in eine Kneipe gebeten. Er erschien und musste erfahren, dass alle Verabredungen gekippt waren. Er stand vor einem riesengroßen Problem: Er konnte seinen Führungsoffizier nicht mehr benachrichtigen. Es gab ja in der DDR kein Telefon in der Kneipe. Es gab kein Telefon neben den Klotüren, wo er schnell hätte hingehen können ohne Verdacht zu erregen. Und so blieb ihm später, als Ausrede für den Führungsoffizier, nur die Version, dass sein Trabbi nicht angesprungen wäre. Das ist die aktenkundige Version, und die tauchte in allen Medien als Grund für diesen Fehlschlag auf.
Peter Grimm, Zeitzeuge auf www.jugendopposition.de
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Produktion: 2004
Spieldauer: 3 Min.
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