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Wir waren auf dem Weg nach Berlin Mitte, mit der S-Bahn von Grünheide. In der S-Bahn waren schon irgendwelche Gestalten. Da sind wir am Alexanderplatz aus der S-Bahn rausgesprungen, in den Schutz der Arbeiterklasse. Die haben sich ganz schnell verdrückt, als die
Es hieß, 24 Stunden können sie dich behalten, dann müssen sie dich wieder freilassen. Alles Irrwitz, wie ich inzwischen weiß. Die machten, was sie wollten. Es gab keine Regeln und keine Beschwerdestelle oder irgendetwas. Als ich nach einem Anwalt verlangte, hat der Stasi[-Mitarbeiter] zu mir gesagt, worüber ich mich ein bisschen gewundert habe: ´Wir leben hier doch nicht in einer bürgerlichen Demokratie`. Ich dachte: `Sie kaschieren es vielleicht ein bisschen. Nee, das war ganz klare Sache. Das kannst du vergessen mit deinem Anwalt`.
Dann wurden wir die ganze Nacht befragt und haben dort geschlafen, notdürftig in so einem Vernehmerzimmer. Am nächsten Tag, da kamen dann die Stiefel. Es herrschte ein ganz anderer Ton – und zack, rüber gefahren in dieses Hohenschönhausener Gefängnis. Von da an war man eben ein Beschuldigter. Verdacht auf
Frage: Weil sie nicht mehr berufstätig waren?
So ungefähr, ja. Man nimmt jemandem die Erlaubnis zu arbeiten weg und sagt: ´Du bist ja
Ich bin nicht wieder nach Hause gekommen. Ich war bei
Christian Kunert, Zeitzeuge auf www.jugendopposition.de
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Produktion: 2004
Spieldauer: 3 Min.
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