Aram Radomski
Aram Radomski stellt bereits als Kind unangenehme Fragen. Früh stellt er sich auf die Seite seines Vaters, der als staatsfeindlicher Schriftsteller eingestuft und schikaniert wird.
Ich war sehr neugierig, manchmal möglicherweise auch ein bisschen zu neugierig für das, was da so in Mecklenburg-Vorpommern notwendig war. Ich habe als Kind auch unbequeme Fragen gestellt, bei denen ich oftmals spürte: Ich kriege darauf keine Antworten. Warum sind wir hier allein im Land? Warum kommen denn die anderen nicht rüber zu uns, wenn es hier so schön ist?
Man darf nicht vergessen: Ich war das Kind eines Schriftstellers, der als Staatsfeind und verbotener Autor in der DDR lebte. Er wurde dementsprechend verfolgt und drangsaliert. Da war es als Jugendlicher mit 14, 15 gar nicht so schwierig gewesen, diesen Sachverhalt, da es sich um die eigenen Eltern handelte, zu betrachten und zu sagen: ´Oh, da werden ja meine Eltern schikaniert`. Da hat man keine politische Vorbildung, sondern reagiert ganz emotional. Ich habe mich sehr schnell auf die Seite meines Vaters gestellt und versucht zu verstehen, was Recht und was Unrecht ist. Ich konnte eigentlich nichts Unrechtes daran erkennen, ein Buch zu schreiben, in dem man bestimmte Sachverhalte aufzählt, die das Alltagsleben in der DDR betrafen.
Ich habe das erste Mal mit der
Aram Radomski, Zeitzeuge auf www.jugendopposition.de
Produktion: 2004
Spieldauer: 3 Min.
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