Proteste gegen den Wahlbetrug
Wahlbetrug steht auch in der DDR formal unter Strafe. Anlässlich der Kommunalwahlen im Frühjahr 1989 erbringen Bürgerrechtsgruppen zum ersten Mal den Beweis der Wahlfälschung und stellen Strafanzeige.
Wir haben an alle Abgeordnete von Weißensee Briefe geschrieben. Wir haben die sozusagen über das informiert, was wir errechnet hatten. Wir haben es Wahlbetrug, Wahlfälschung genannt. Wir haben sie davon in Kenntnis gesetzt und sie aufgefordert, was dagegen zu tun. Und gesagt, sie wären als Abgeordnete gar nicht so richtig legitimiert. Die Resonanz war, wie man sich das vorstellen kann, gering. Es wurde nicht komplett ignoriert, wir wurden schon zum Gespräch eingeladen. Da wurde uns zum Beispiel gesagt: ´Es kann nur eine Wahrheit geben, und die steht im ND [
Wir sollten unseren Mund halten und mit dem Quatsch aufhören. Im Prinzip war uns das ja klar. Wir haben natürlich nicht erwartet, dass die, wenn wir diese
Evelyn Zupke, Zeitzeugin auf www.jugendopposition.de
Produktion: 2004
Spieldauer: 3 Min.
© 2004 Robert-Havemann-Gesellschaft & Bundeszentrale für politische Bildung