Umweltblätter
Umweltthemen drängen auch in der DDR: Die erste Ausgabe der Umweltblätter erscheint unter dem Titel „Umwelt-Bibliothek – Informationen und
Mitteilungen“ im September 1986.
Wolfgang Rüddenklau nach seiner Haftentlassung im Dezember 1987 in der Umwelt-Bibliothek. Auf den Stühlen sind Stapel bedruckter Seiten für eine
neue Ausgabe der Umweltblätter zu erkennen. Das Legen der einzelnen Hefte ist eintönig und zeitraubend.
Im Dezember 1987 gibt es im Zusammenhang mit dem Überfall der Stasi auf die Umwelt-Bibliothek erstmals eine Bildseite in den Umweltblättern.
„Macht weiter so, Jungs!“ Die Redaktion reagiert auf einen Leserbrief aus der Uckermark, abgedruckt in den Umweltblättern vom 20. Januar 1988.
Ab sofort in neuer Satztechnik: Die Umweltblätter vom August 1988.
Opposition ist Sisyphos-Arbeit: Till Böttcher 1989 in der Umwelt-Bibliothek Berlin beim aufwändigen Vervielfältigen einer Samisdat-Publikation.
Eine außergewöhnliche Bitte aus Dresden: Da es in der DDR keinerlei Informationen über Risiken der Kernenergie gibt, bestellt ein Dresdner
Pädagoge in der Umwelt-Bibliothek Ausgaben der Umweltblätter (6. April 1989).
Ein Abonnent: Brief aus Rechlin an die Umwelt-Bibliothek mit der Bitte um die regelmäßige Zusendung der Umweltblätter für die Arbeit im
Friedenskreis Roebel (30. Mai 1989).
Brief aus Weimar an die Umwelt-Bibliothek: Ein Weimarer Pfarrer bittet um regelmäßige Zusendung der Umweltblätter (6. Juni 1989). Er möchte sie im
Weimarer Gemeindezentrum auslegen.
Erste Ausgabe der Zeitschrift telegraph, dem Nachfolgeblatt der Umweltblätter (10. Oktober 1989). Die zweite Ausgabe erscheint bereits einen Tag
später, die dritte am 15. Oktober, jetzt schon jeweils in einer Auflage von mehreren Tausend Exemplaren.