grenzfall
Unzensiert, illegal, riskant: Die erste Ausgabe des grenzfalls vom 29. Juni 1986.
Die Premierenfeier ist auf der Friedenswerkstatt 1986 in der Gemeinde der Berliner Erlöserkirche geplant: An einem Stand der Initiative Frieden und
Menschenrechte soll die erste Ausgabe des grenzfalls verteilt werden.
Die Party ist schnell vorbei: Auf der Friedenswerkstatt 1986 in der Gemeinde der Berliner Erlöserkirche entfernt Generalsuperintendent Günter
Krusche die Tafeln des grenzfalls vom Stand der Initiative Frieden und Menschenrechte. Er verhindert damit, dass sich das Untergrundblatt auf dieser Veranstaltung vorstellen kann.
Die Party ist schnell vorbei: Auf der Friedenswerkstatt 1986 in der Gemeinde der Berliner Erlöserkirche entfernt Generalsuperintendent Günter
Krusche die Tafeln des grenzfalls vom Stand der Initiative Frieden und Menschenrechte. Er verhindert damit, dass sich das Untergrundblatt auf dieser Veranstaltung vorstellen kann.
Am Stand der IFM hängt 1986 statt der ersten Ausgabe des Oppositionsblatts grenzfall ein Hinweis: „Das an dieser Stelle hängende Material wurde
von Generalsuperintendent Krusche eigenhändig entfernt“.
grenzfall Nr. 2/86, hergestellt im A6-Format als Fotoabzug.
grenzfall Nr. 7/87. Seit der sechsten Ausgabe wird der grenzfall im Wachsmatrizenverfahren vervielfältigt.
Gründungsmitglied des grenzfalls: Peter Grimm, aufgenommen in der Wohnung von Ralf Hirsch (Februar 1987). Dieses Foto wird für die
Öffentlichkeitsarbeit im Westen gemacht – falls Peter Grimm in der DDR verhaftet werden sollte.
Gründungsmitglied des grenzfalls: Peter Rölle, aufgenommen in der Wohnung von Ralf Hirsch (Februar 1987). Dieses Foto wird für die
Öffentlichkeitsarbeit im Westen gemacht – falls Peter Rölle in der DDR verhaftet werden sollte.
Peter Rölle, Peter Grimm und Reiner Dietrich bedanken sich bei Roland Jahn, der regelmäßig für die Herstellung des grenzfalls Farbe und Matrizen
aus West-Berlin liefert.
Brief der grenzfall-Redaktion an Roland Jahn, in dem sich die Redaktion mit einem Beitrag über den grenzfall in der ARD-Kontraste-Sendung am 25.
August 1987 einverstanden erklärt.
grenzfall-Doppelnummer 11/12 1987. Im November 1987 kann der grenzfall wegen des Überfalls der Stasi auf die Berliner Umwelt-Bibliothek nicht
erscheinen.
„Staatsfeindliche Hetze“: Über die Generalstaatsanwaltschaft der DDR erteilt die Stasi den drei Berliner Professoren Horst Luther, Anni Seidl und
Günter Söder den Auftrag, ein Gutachten über den grenzfall zu schreiben. Sie kommen am 15. Januar 1988, zwei Tage vor der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration, zu dem Ergebnis, dass der Tatbestand der „staatsfeindlichen Hetze“ erfüllt ist. Unaufgefordert erklären sie im Gutachten, dass dies auch für die Umweltblätter gilt.