Ereignisse an der Berliner Ossietzky-Schule
Wegen ihrer Kritik an der zunehmenden Militarisierung der DDR-Gesellschaft werden Anfang Oktober 1988 vier Schüler von der
Carl-von-Ossietzky-Oberschule in Ost-Berlin geworfen. Im Bild: das Schulgebäude.
Die "Speakers Corner" im Foyer der Carl-von-Ossietzky Schule im November 1989, ein Jahr nach den Vorfällen um Kai Feller und andere Schülerinnen und
Schüler.
Mit einem Plakat und einer Unterschriftensammlung wenden sich Schülerinnen und Schüler der Carl-von-Ossietzky-Oberschule gegen die Militärparade
zum DDR-Jubiläum am 7. Oktober 1988. Das Plakat bringen sie an der "Speakers` Corner der Schule an. 38 Schülerinnen und Schüler unterzeichnen daraufhin den Aufruf.
Durch die Unterschriftensammlung und ein dazu gehängtes Gedicht aus der Zeitung "Die Volksarmee" fühlte sich die Schulleitung besonders provoziert
und informierte den zuständigen Schulrat.
Gedicht eines Soldaten der Nationalen Volksarmee, welches Schülerinnen und Schülern der Karl-von-Ossietzkiy Oberschule an der "Speakers` Corner"
veröffentlichen.
Das MfS verfolgt bereits einige der Schüler, weil diese bereits am 11. September wärend der "Gedenkkundgebung zur Ehrung der Opfer des Faschismus"
selbstgefertigte Plakate gegen nationalistische Tendenzen trugen.
Erklärung jener Schüler der Carl-von-Ossietzky-Oberschule in Berlin-Pankow, die wegen ihrer Wandzeitungsbeiträge zu Streiks in Polen und den
jährlich stattfindenden Militärparaden in der DDR bestraft wurden (1988).